Ingo Neumann: „Niedersachsen sollte bei Monster-Lkws die Reißleine ziehen“

Verden/Landkreis (hm)."Jetzt sollte die Bundesregierung und Verkehrsminister Ramsauer (CSU) beim bundesweiten Gigaliner-Test wirklich die Reißleine ziehen. Dies gilt auch für das Land Niedersachsen mit ihrem Landesminister Bode (FDP)", empfiehlt der Vorsitzende der SPD-Mittelstandsorganisation im Landkreis Verden und finanzpolitische Sprecher der Verdener SPD-Ratsfraktion, Ingo Neumann, nach dem bevorstehenden Ausstieg des nicht mehr schwarz-gelb regierten Landes Schleswig-Holstein ...

AGS-Vorsitzender im Kreis Verden
Kreis- und Stadtratsabgeordneter Heinz Möller

aus dem von Anfang an umstrittenen bundesweiten Feldversuch.

"Damit nehmen an dem von CDU/CSU und FDP durchgesetzten und auf fünf Jahre angelegten Feldversuch mit den Monster-Lkws neben Niedersachsen, mit Bayern, Hessen, Hamburg, Sachsen und Thürigen nur noch fünf Bundesländer teil", stellt Ingo Neumann kritisch heraus. "Das Ganze erweist sich immer mehr als großer Flop der Minister Ramsauer und Bode".

Die bis zu 25,25 Meter langen und maximal 44 Tonnen schweren Lang-Lkw werden von Verkehrssachverständigen, Automobil- clubs und Umweltverbänden ebenso abgelehnt wie vom Deutschen Städtetag und vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, ergänzt SPD-Kreistagsabgeordneter Heinz Möller (Verden). Die SPD-Kommunalpolitiker Neumann und Möller warnen vor den erhöhten Schäden an Autobahnen, Bundesstraßen und an Brückenbauwerken durch die XXL-Achslaster.

Auch sei die Infrastruktur in Niedersachsen und den anderen Bundesländern für den Einsatz der Riesen-Lastzüge nicht ausgerichtet.
Der Wettbewerb werde zudem verzerrt, da sich kleinere Spediteure derartige Fahrzeuge nicht leisten könnten, so Ingo Neumann weiter. Außerdem werde die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, weil sich Gefahren bei Überholvorgängen und Straßenkreuzungen vervielfachen. Strukturpolitisch wäre eine weitere Verschiebung von den Verkehrsträgern Bahn und Schiff auf die Straße die Folge, was jeder Vernunft zuwiderlaufe, warnt Neumann.

Heinz Möller vertritt die Ansicht, dass ein erhöhtes Güter-Verkehrsaufkommen nur durch Investitionen in alle Verkehrsträger in der Reihenfolge Schiene, Straße und Wasserstraße zu bewältigen seien. Bisher gilt als Limit für Lastzüge eine Länge vom 18,75 Meern und 40 Tonnen. Dabei sollte es auch bleiben, meinen die Sozialdemokraten.