Hepke (SPD): Mindestrente statt privater Altersvorsorge

Um eine angemessene Altersversorgung sicherzustellen sind nach einer aktuellen Umfrage gut zwei Drittel der Bevölkerung (68 Prozent) für die Einführung einer Mindestrente aus Steuermitteln, um Armut im Alter zu verhindern. Berichtet der Achimer SPD-Kreistagsabgeordnete Fritz-Heiner Hepke in einer Pressemitteilung der Kreis-SPD. Außerdem seien lediglich 26 Prozent dafür, dass Menschen selbst für eine angemessene Versorgung im Alter verantwortlich sind.

Fritz-Heiner Hepke

Aus diesem Ergebnis werde deutlich, so SPD-Sozialexperte Hepke, wie wenig realitätsnah die Forderung der Bundesregierung ist, die Bürger mögen ihre private Altersvorsorge stärker betreiben. Dies gehe schlicht und einfach an der Einstellung und insbesondere an den Verhältnissen und Möglichkeiten der Menschen vorbei.

Der Staat könne nicht alle Probleme lösen, in dem er sie privatisiert, folgert Achims SPD-Vorsitzender Hepke, der auch ehrenamtlicher Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist.

 

Dies betrifft nach Aussage des SPD-Kreispolitikers vor allem jene Arbeitnehmer, die im Niedriglohnbereich tätig sind und schon im Alltag nicht über die Runden kommen. "Wie sollen diese Menschen private Altersvorsorge betreiben? Das ist ein Ding der Unmöglichkeit", betont Hepke. Der SPD-Sozialpolitiker sprach sich deshalb für ein Rentenkonzept aus, dass auch zukünftigen Rentnern eine armutsfeste Rente garantiert.

"Wir brauchen dazu mehr Solidarität im Rentensystem und deshalb muss die gesamte berufstätige Bevölkerung in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, bekräftigt Hepke.

 

Die Altersarmut vieler zukünftiger Rentner kann verhindert werden, so Sozialdemokrat Hepke weiter, wenn die Einnahmen der Rentenversicherung gesteigert und für diesen Zweck angemessene Löhne bezahlt werden.

"Wir brauchen dafür einen flächendeckenden Mindestlohn, damit die Menschen ihren Alltag in Würde bewältigen können und um entsprechende Beiträge in die gesetzliche Altersvorsorge einzahlen zu können", fordert Hepke.

 

Zum Schutz der zukünftigen Rentner vor Altersarmut setzt sich AWO-Kreisvorsitzender Hepke innerhalb der SPD für die Durchsetzung folgender Positionen ein:

 

– Festschreibung des Niveaus der Gesetzlichen Rentenversicherung mindestens auf den derzeitigen Stand von 51 Prozent minus Sozialabgaben,

– Stärkung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung,

– Bekämpfung des Niedriglohnsektors und der schlechten Bezahlung von Frauen durch ein Entgeltgleichheitsgesetz,

– einen besseren und abschlagsfreien Zugang zur Erwerbsminderungsrente,

– Konzentration auf die umlagefinanzierte solidarische Sozialversicherung,

– eine bessere Anerkennung von gesellschaftlichen Aufgaben der Kindererziehung und Pflege von Angehörigen,

– die Finanzierung dieser gesellschaftlichen Aufgaben aus Steuermitteln.

Heinz Möller, SPD-Pressesprecher