Teubert (SPD) will mehr Rechte für Teilzeitbeschäftigte

Landkreis Verden (hm). Dietmar Teubert, Vorsitzender der SPD-Arbeitnehmerschaft im Landkreis Verden (AfA) und DGB-Kreisvorsitzender, hat einen aktuellen Antrag der SPD-Bundestagsfraktion begrüßt, der die Rechte von Teilzeitbeschäftigten stärken will. Für den SPD-Arbeitnehmerexperten ist die Situation der Teilzeitbeschäftigten immer noch mit vielen Problemen behaftet. Deshalb setzen sich die Sozialdemokraten im Bundestag dafür ein, den mittlerweile Millionen von Teilzeitbeschäftigten dabei zu

Dietmar Teubert

helfen, ihre Arbeitszeit stärker an ihre Wünsche anzupassen. Dadurch sollen sowohl das Reduzieren von Stunden als das Aufstocken der Arbeitszeit leichter gemacht werden.

Zur Situation stellte Dietmar Teubert fest: Teilzeitarbeit ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Mehr als zehn Millionen Beschäftigte haben eine Teilzeitstelle. Auch in den Städten und Gemeinden des Landkreises Verden ist davon auszugehen, dass etwa ein Viertel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Teilzeit arbeitet. Fast jede zweite berufstätige Frau hat eine Teilzeitstelle, Mütter noch viel häufiger.

Vor allem Frauen würden nach Darstellung des AfA-Kreisvorsitzenden Teubert darunter leiden, dass nach familienbedingtem Kürzertreten die Rückkehr in Vollzeitbeschäftigung oft schwer fällt, während viele Väter andererseits gerne weniger arbeiten möchten, aber mit diesem Wunsch oft am Widerstand ihrer Arbeitgeber scheitern würden.

Wichtigstes Ziel ist für die SPD die Einführung einer befristeten Teilzeit. Menschen sollen demnach ihre Arbeitszeit für einen bestimmten Zeitraum reduzieren können und anschließend automatisch Anspruch auf ihre alte Stundenzahl haben. Wie der Verdener SPD-Kommnalpolitiker Teubert erläuterte, dürfe der Arbeitgeber den Teilzeitwunsch eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin künftig nur bei dringenden betrieblichen Gründen ablehnen können, wobei eine nachvollziehbare Interessensabwägung stattfinden müsse.

Auch wolle die SPD verhindern, dass Arbeitgeber die Umsetzung der Urteile durch Einsprüche so lange verzögern kann, bis die Befristung für den Arbeitnehmer keinen Sinn mehr macht. Ferner müsse die Position der Teilzeitbeschäftigten bei der internen Stellenbesetzung gestärkt werden, forderte Dietmar Teubert. Bevor extern eingestellt wird, sollten ertmal diejenigen eine Chance erhalten, die ihre Arbeitszeit ausweiten wollen.

Experte Teubert abschließend: "Mit diesen Forderungen will die SPD dafür sorgen, dass Teilzeitarbeit zur freiilligen Wahl von Männern und Frauen wird und kein von außen aufgezwungenes Schicksal ist".