Bernd Michallik (SPD): Gerechtigkeitslücke bei Strompreisen schließen

Landkreis (hm). Bernd Michallik, Vorsitzender der SPD im Landkreis Verden, hat erneut die Praxis bei der Befreiung für zahlreiche Unternehmen bei der EEG-Umlage auf Kosten der Normalverbraucher und der mittelständischen Wirtschaft kritisiert. Diese Praxis führe nämlich dazu, dass die Strompreise für Haushalte und nicht befreite Unternehmen ständig ansteigen, rügte Michallik.

Bernd Michallik

"Es ist einfach nicht die Wahrheit, wenn man die steigenden Strompreise alleine den Erneuerbaren Energien in die Schuhe schiebt, aber bei der Verteilung der Kosten einseitig die Endverbraucher belastet."

Für Bernd Michallik gibt es hierbei längst eine große Gerechtigkeitslücke bei der Strompreisgestaltung. Während Großverbraucher, die alle Befreiungen in Anspruch nehmen, gerade mal sechs bis acht Cent pro kwh zahlten, wären es für Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen bereits rund 25 Cent, rechnet der SPD-Kreisvorsitzende vor.

Er erinnert daran, dass die ursprüngliche Befreiung von der EEG-Umlage von der damaligen rot-grünen Bundesregierung lediglich für energieintensive Unternehmen im internationale Wettbewerb vorgesehen gewesen sei. Beispielsweise für Unternehmen in der Stahl- und Aluminiumindustrie, um diese international wettbewerbsfähig zu halten und Arbeitsplätze in Deutschland zu halten.

Inzwischen seien es aber unter Schwarz-Gelb ganz andere Unternehmen, die sich aus der solidarischen Finanzierung der Energiewende ausgeklinkt haben, gibt Bernd Michallik zu bedenken. Bundesweit seien es heute bereits fast 1 700 Unternehmen, die keine EEG-Umlage mehr zahlen. SPD-Kreischef Michallik ab- schließend: "Hierbei muss endlich ein klarer Kurs eingeschlagen und ein reiner Tisch gemacht werden. Von der Energiewende profitieren schließlich alle. Deshalb müssen auch wirklich alle an deren Finanzierung gerecht beteiligt werden".