Bernd Michallik (SPD): Aufstieg und Integration durch Bildung

Landkreis (hm). Mit den mageren Ergebnissen des nunmehr bereits 6. Integrationsgipfels der Bundesregierung hat sich der Vorsitzende der SPD im Landkreis Verden, Bernd Michallik, kritisch auseinandergesetzt. und erklärte dazu: Herkunft darf kein Schicksal sein – dieses zentrale Versprechen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft scheint die schwarz-gelbe Bundesregierung auch mit ihrem 6. Integrationsgipfel nicht einlösen zu können. Dabei ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche

Bernd Michallik

Integration ein sozial gerechtes, leistungsfähiges und inklusives Bildungssystem von der Kita bis zur Erwachsenenbildung.

Eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) belegt, dass von 100 Kindern die jünger als 3 Jahre sind und aus Familien mit Migrationshintergrund stammen lediglich 14 eine Kita besuchen. Trotz eigentlich höherer Bildungsziele sind Kinder mit Migrationshintergrund überproportional häufig auf Hauptschulen und überproportional selten auf dem Gymnasium zu finden.

Auch und gerade bei der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gilt, dass Investitionen in Bildung die beste und verlässlichste Rendite tragen. Vor allem Inklusion als grundlegendes Prinzip unseres Bildungssystems nützt allen: Kindern mit Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderungen, aus gut und weniger gut situierten Familien, folgert SPD-Politiker Michallik.

Gleiche Bildungschancen sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Für die SPD im Landkreis Verden sind die gebührenfreie frühkindliche Bildung und der Ausbau der Kitas zu Familienzentren, mit Unterstützungsangeboten auch für die Eltern, die wesentlichsten Bausteine dafür. Gleichzeitig bedarf es der Schaffung und dem Ausbau echter Ganztagsschulen, die gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse ermöglichen und gezielte Angebote zur Sprachförderung vorhalten.
Nicht zuletzt angesichts des Fachkräftemangels ist es notwendig, die Übergänge von der Schule zu optimieren sowie durch betriebliche und schulische Ausbildungsplätze das Recht auf Ausbildung umzusetzen, betonte Bernd Michallik.