Kreis-SPD fordert: Schluss mit Niedriglöhnen und schlechten Arbeitsbedingungen

Landkreis Verden (hm). Derzeit finden die europaweiten Aktionswochen des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) zum Thema "Für uns alle - Gute Arbeit - Sichere Rente - Soziales Europa - Aktiver Staat" statt. Mit diesen Forderungen der Arbeitnehmerschaft solidarisieren sich die SPD im Landkreis Verden und die sozialdemokratische Arbeitnehmerorganisation (AfA), die sich ebenfalls konsequent für eine neue Ordnung der Arbeit einsetzen.

Bernd Michalik

Dazu SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik in einem Pressestatement: "In Deutschland muss es endlich zu einer neuen Ordnung der Arbeit kommen. Unter Schwarz-Gelb haben wir inzwischen den größten Niedriglohnsektor in Europa erreicht. Ein trauriger Rekord. Die Abstände zwischen Niedriglöhnen und hohen Gehälter haben sich unter der konservativ-rechtsliberalen Bundesregierung immer mehr vergrößert. Ebenso die Schere zwischen Arm und Reich. Leider sind auch die Arbeitsplätze zunehmend mit Leiharbeit, unfreiwilliger Teilzeit und Minijobs verbunden. Auch junge Berufstätige und Frauen werden häufig nur noch befristet eingestellt. Ein Entgeltgleichheitsgesetz für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleichwertiger Tätigkeit wurde erst jüngst von CDU/CSU und FDP im Bundestag abgelehnt", rügt Bernd Michallik.

Der SPD-Kreisvorsitzende warnend weiter: "Die Abwanderung von gut ausgebildeten und der Mangel an Fachkräften sollten ein Alarmsignal für uns sein, endlich umzudenken. Der Landkreis Verden mit Landrat Peter Bohlmann (SPD) an der Spitze ist hier zum Glück mit seiner Fachkräfteoffensive und den vielfältigen Aktivitäten im Bereich "Frau und Wirtschaft" auf dem richtigen Weg. Die SPD im Landkreis Verden setzt sich darüber hinaus gemeinsam mit den Gewerkschaften für die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro ein. Mit der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen fordern wir ferner die Stärkung der Arbeitnehmerrechte, der Mitbestimmung und Tarifbindung sowie gleiche Löhne für gleiche Arbeit und zwar sowohl für Frauen, Männer als auch bei der Leiharbeit",

Dietmar Teubert, Kreisvorsitzender der AfA und des DGB im Landkreis Verden ergänzend: "Im Gegensatz zur schwarz-gelben Bundesregierung, die Mindestlöhne verweigert, Lohndumping und Missbrauch der Leiharbeit duldet, setzen wir Sozialdemokraten uns gemeinsam mit den Gewerkschaften für eine neue Ordnung der Arbeit ein. Dieser Politikwechsel hin zu Guter Arbeit mit fairen Arbeitsbedingungen und sicheren Arbeitsplätzen ist längst überfällig. Die unsoziale schwarz-gelbe Arbeits- und Sozialpolitik muss endlich gestoppt werden. Deshalb unterstützen Kreis-SPD und Kreis-AfA die Forderungen des Europäischen Gewerkschaftsbundes", bekräftigt Dietmar Teubert.