SPD kümmert sich um Lärmschutz

Die Lärmbelastung ist seit langem eines der größten Umweltprobleme des Verkehrssektors. Straßen und Schienenlärm beeinträchtigen die Lebensqualität der Menschen und können krank machen. „Grund genug“ so stellte Christina Jantz (SPD-Bundestagskandidatin) direkt in ihrer Begrüßung der Gäste in der Gaststätte Zum Alten Krug in Oyten heraus, „endlich zu handeln.“ Gut 80 Personen waren auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion gekommen, um über den Lärmschutz zu diskutieren. In Oyten ein Thema das

vl. Ulrich Bischoping, Sören Bartol, Christina Jantz, Lars Klingbeil

bewegt. Hier treffen gleich drei Lärmquellen aufeinander, die neu ausgebaute Bundesautobahn 1, die Bahnlinie und die Landstraße 135.
Um diesem, einem der größten Umweltprobleme des Verkehrssektors zu begegnen, muss es sich lohnen, Lärm zu vermeiden, ist sich Sören Bartol (Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion) sicher. Schnell machte er klar, dass die SPD bei einer Regierungsübernahme Nägel mit Köpfen machen will und das Budget für den Lärmschutz verdoppeln wird. „Als Bahn wollen wir“, so Ulrich Bischoping (Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG), „den Lärm an der Quelle bekämpfen – und das sind die Bremsen der Züge.“ Bis 2020 soll die Flotte, mit ihren 60.000 Güterwagen umgerüstet sein. Dies allerdings geht Bartol nicht schnell genug. Er fordert die Bahn auf, die Umrüstung innerhalb der nächsten Legislaturperiode abzuschließen. Auch hätte es aus seiner Sicht dringend einer europäischen Lösung bedurft. „Ich bin sehr verwundert, dass Minister Ramsauer da nichts erreicht hat“, so Bartol. „Alle in Deutschland fahrenden Wagen müssen diesem Standard entsprechen – auch nichtdeutsche. Hier brauchen wir die Hilfe der Politik“, unterstreicht Bischoping die Forderung nach einer europäischen Regelung. Denn was nützt es, wenn nur die deutschen Züge mit einer Kunststoffbremssohle ausgestattet werden, die ausländischen Züge aber die Gleise weiterhin lärmend aufrauen.
Die Betroffenheit der Anwohnerinnen und Anwohner rückte Torben Mammen (Bürgerinitiative „Lärmschutz A1 Ottersberg Bahnhof) in den Mittelpunkt seines Vortrages. „Seit die Bundesautobahn 1 nach dem Ausbau wieder freigegeben wurde, hören wir den Lärm sehr viel besser. Auch weil es kein Tempolimit mehr gibt.“ Die Wiedereinführung des Tempolimits ist daher die wichtigste Forderung der Bürgerinitiative. Warum die Lärmschutzwand nicht durchgängig aufgestellt wurde, stellt für die Anwohnerinnen und Anwohner ebenfalls ein Rätsel dar. Sie fordern den Lückenschluss der vorhandenen Lärmschutzwände und die Anlage von Lärmschutzwällen.
In der sich anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Lärmprognosen nach Abschluss der Baumaßnahmen überprüft werden müssen, denn hier gehen anfängliche Berechnung und subjektive Empfindung und persönliche Nachmessungen weit auseinander. „Und, forderte Christina Jantz abschließend, „wir brauchen eine Messung und Bewertung, die die Lärmbelastung mehrerer Lärmquellen auch insgesamt berücksichtigen. Bisher wird jede Lärmquelle für sich, einzeln betrachtet.“