Tarifvertrag für die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung muss kommen

Verden/Landkreis (hm). Zu den anhaltenden Protesten der Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) hat die sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im SPD-Kreisverein Verden (AfA) ihre solidarische Unterstützung mit den berechtigten Forderungen der Beschäftigten bekundet.

Karin Hanschmann

Dabei kritisierte Karin Hanschmann, SPD-Ratsfrau in der Kreisstadt Verden und AfA-Sprecherin zu diesem Themenkomplex, vor allem Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU). Dieser habe den Sanierungsstau auf den Wasserstraßen und der gesamten Infrastruktur in erster Linie zu verantworten.

AfA-Sprecherin Hanschmann bezeichnete die Forderungen der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag, der beispielsweise Leiharbeit strikt begrenzt und die Übernahmeregelungen für Auszubildende festlegt, als absolut legitim und berechtigt. Nur mit guter Arbeit und ausreichendem, qualifizierten und anständig bezahltem Personal lasse sich das beheben, was bei der WSV-Verwaltung zur Zeit schief laufe.

Es seien die Unionsparteien und FDP, die durch jahrelanges Schüren des WSV-Konfliktes die Probleme wesentlich verursacht und dadurch zu den aktuellen Streiks beigetragen haben. Die AfA im Landkreis Verden verlangt von Bundesverkehrsminister Ramsauer, endlich an den Verhandlungstisch zurück zu kehren und den Weg für einen Tarifvertrag frei zu machen.

Es sei ein Unding, dass nach wie vor bundesweit rund 12 000 WSV-Beschäftigte Angst vor der Zukunft haben müssen und die Schiffahrtsbetriebe Einbußen durch die Streiks erleiden müssen, nur weil das CSU-geführte Ministerium und die Merkel-Regierung nicht an den Verhandlungstisch will, rügte SPD-Kommunalpolitikerin Hanschmann.