Lies zur Freigabe der Schleuse Dörverden: „Investitionen in die Wasserstraßen dringend erforderlich.“

Lies zur Freigabe der Schleuse Dörverden: „‚System Binnenwasserstraße’ entlastet unsere überfüllten Autobahnen und das Schienennetz – Investitionen dringend erforderlich.“ Anlässlich der Freigabe der Schleuse Dörverden fordert Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies weitere Investitionen ins Wasserstraßennetz gefordert: „Die Freigabe der Schleuse Dörverden ist ein wichtiger Baustein für die Fertigstellung der Mittelweser und die Befahrbarkeit mit dem Großgütermotorschiff. Hiermit wird ein

Olaf Lies

wichtiger Schritt für die strategische Lösung der Verkehrsfragen in Deutschland getan. Denn das ‚System Binnenwasserstraße’ entlastet unsere überfüllten Autobahnen und das Schienennetz. Ich begrüße es, dass der Bund sichtbar am verabredeten Plan zum Mittelweserausbau festhält.

Wir haben in Norddeutschland mit Ems, Weser und Elbe und den verbindenden Flüssen und Kanälen ein hervorragendes Wasserstraßennetz. Allerdings ist es stark überaltert: 50% der Schleusen sind älter als 80 Jahre, 25 % haben das technische Lebensalter von 100 Jahren bereits erreicht oder überschritten und ein Drittel aller Schleusen befindet in einem nicht ausreichenden Zustand. Es wird wegen fehlender Haushaltsmittel ‚auf Verschleiß’ gefahren. Der Zustand der Wasserstraßeninfrastruktur ist alarmierend.

Wie wichtig dieser Verkehrsträger ist, wurde durch die aktuellen Streiks an den Schleusen in Deutschland deutlich. Über die Wasserstraßen werden große Mengen an Gütern in einem weitmaschigen Netz transportiert. Ein Ausfall dieses Verkehrsträgers – auch durch den Verschleiß an der Infrastruktur – hat erhebliche Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, die auf eine funktionierende und zuverlässige Rohstoffversorgung angewiesen ist.

Mit den bisherigen Haushaltsansätzen im Etat des Bundesverkehrsministeriums von bundesweit etwa 900 Mio. € kommen wir nicht gegen den zunehmenden Substanzverschleiß an. Wichtige Investitionen, etwa in eine neue Schleuse in Lüneburg, bleiben dadurch auf der Strecke.“