Über vier Millionen Euro zur Sicherung der Aller-Weser-Klinik

Verden/Achim (hm). Der Verdener Kreistag hat sich am Freitag einstimmig zum Erhalt der Aller-Weser-Klinik (AWK) mit den Krankenhausstandorten in den Städten Achim und Verden bekannt und zur Umsetzung des Sanierungskonzeptes mit zusätzlichen Investitionen ebenso einstimmig eine weitere Kapitalspritze in Höhe von über vier Millionen Euro aus dem Kreishaushalt beschlossen. Großen Beifall erhielt die AWK-Betriebsratsvorsitzende und SPD-Kreistagsabgeordnete Eva-Maria Hibbeler für ihren Redebeitrag.

Eva-Maria Hibbeler

Sie rügte darin die schwarz-gelbe Bundesregierung für die sträfliche Unterfinanzierung der Krankenhäuser gerade in der Fläche. Nur durch den finanziell gut dastehenden SPD-geführten Landkreis Verden und großer finanzieller Opfer der Beschäftigten ist es in den vergangenen Jahren überhaupt möglich gewesen, so Eva-Maria Hibbeler (Foto), die Klinikstandorte zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern.

Was jetzt dringend notwendig sei, ist eine große Krankenhausfinanzierungs-Strukturreform, die auch den Problemen kleinerer Krankenhäuser gerecht wird, forderte die Verdi-Gewerkschafterin Hibbeler. Es wurde auch auf den Widerspruch milliardenschwerer Überschüsse in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einerseits hingewiesen. Andererseits sei es geboten, diese Gelder für eine angemessene und auskömmliche Krankenhausfinanzierung einzusetzen.