12. DPG-Transport ging nach Meseritz

Verden/Landkreis (hm). Mit kräftigen Geldspritzen von Eva Schwiedrzik, Marina Müller-Edelberger, Jutta Drews, Egbert Meinhardt, Andrea Friedrich sowie Irmgard Pelzer und Bernd Dannheisig wurde es ermöglicht, dass die Spritkosten für den Oktober-Hilfstransport der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Verden (DPG) in die polnische Partner-Woiwodschaft Lubuskie (Lebuser Land) sowie in die Kreisstadt Miedzyrzecz (Meseritz) zusammen kamen. Es war bereits der zwölfte große Hilfstransport der DPG-Verden im

DPG-Oktober 2013

Jahr 2013.

Durch diese caritativen und selbstlosen Gönner konnte die DPG-Transportcrew um Organisator Heinz Möller, DPG-Lagermeister Klaus Klein, Alexander Heichlan, Erich und Michael Rottmann, Willi Meyer, Maria und Jerzy "Jurek" Skrzypek sowie das polnische Teammitglied Pawel "Paule" Maksymowicz erneut mit diesmal sechs Transportfahrzeugen voller Sachspenden nach Polen starten. Für Michael Rottmann war es der erste Einsatz in der Partnerregion. Er äußerte sich begeistert über die geradezu sprichwörtliche polnische Gastfreundschaft und über Land und Leute.

Diesmal hatte das Verdener Unternehmen Mars wieder eine tonnenschwere Spende mit hochwertigen Lebensmitteln und zusätzlichen Leckereien zum Gelingen der Aktion beigesteuert.
Mitarbeiterin Ulrike Feuß von der Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag steuerte außerdem rund 200 Pakete von den dortigen Produkten bei. Diese Waren gingen alle an die Nervenklinik für schwerstpflegebedürftige Menschen in der Kreisstadt Miedzyrzecz, dem einstigen Meseritz.

Insbesondere mit warmer Bekleidung für alle Altersschichten wurden ferner Altenheime, ein Obdachlosenheim, Behindertenbetreuungseinrichtungen sowie ein Kinder- und Frauenschutzhaus bedacht. In der Nervenklinik wurde dem DPG-Team einmal mehr deutlich, dass es dort an allen Ecken und Enden fehlt. Die Patienten sind in Schlafräumen mit 25 Personen untergebracht. Der Betreuungssatz des Staates Polen pro untergebrachten Patient in der Klinik beträgt am Tag neun Zloty, lediglich 2,25 Euro, berichtete das Krankenhausdirektorium. Für das DPG-Team unfassbar. Ein solcher Betrag macht schließlich eine würdevolle Pflege dieser Patienten unmöglich.

Ferner gingen die Sachspenden an die Betreuungsläden für Bedürftige des polnischen Komitees für Soziale Hilfen in der gesamten Woiwodschaft Lubuskie sowie direkt an bedürftige polnische Bevölkerungskreise. Das Verdener Sanitätshaus Müller hatte erneut mit hochwertigen orthopädischen Versorgungsgütern für große Dankbarkeit in der Nervenklinik Meseritz gesorgt, die früher den Nazis als Vernichtungslager für behinderte Menschen diente.

Die leitenden Ärzte und das Pflegepersonal der Nervenklinik in Meseritz-Obrawalde sowie Präsident Aleksander Sipowicz vom polnischen Komitee für Soziale Hilfen und Heinz Möller sagten allen Spenderinnen und Spendern aus der deutschen Partnerregion herzlichen Dank für die zur Verfügung gestellten Sachspenden.

Ferner bittet die DPG um Spenden zur Finanzierung der allmonatlichen DPG-Aktionen zur Deckung der Benzinkosten, da die Finanzierung der Hilfstransporte zum Nikolaus- und Weihnachtsfest noch nicht gesichert ist. Zweckgebundene Zuwendungen werden auf das DPG-Konto 10 40 57 69 bei der Kreissparkasse Verden, Bankleitzahl 291 526 70, unter dem Stichwort "Weihnachten" erbeten. Es wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt, wenn auf dem Überweisungsvordruck die Anschrift angegeben ist.