Hepke klagt über Anstieg bei Grundsicherng

Achim/Landkreis (hm). SPD-Sozialpolitiker Fritz-Heiner Hepke (Achim) zeigt sich besorgt über aktuelle Informationen des Statistischen Bundesamtes, wonach mittlerweile rund 465 000 Personen über 65 Jahre Grundsicherungsleistungen beziehen. Immerhin eine Steigerung von 6,6 Prozent vom Jahr 2011 auf das Jahr 2012.

Fritz-Heiner Hepke

SPD-Kreistagsabgeordneter Hepke hält den Anstieg der Empfänger von Grundsicherung für erschreckend. Es werden nämlich immer mehr Menschen, die von ihrer Alters- bzw. Erwerbsminderungsrente nicht leben können. Der Anstieg der Leistungsempfänger gibt Anlass zur Sorge, so Hepke, der auch AWO-Kreisvorsitzender ist.

Besonders beunruhigt ist der SPD-Sozialexperte über die Spreizung zwischen Frauen und Männern bei der Grundsicherung im Alter. Von dem Empfängern sind etwa zwei Drittel Frauen und ein Drittel Männer. Kombiniert man diese Daten mit den Erkenntnissen aus dem aktuellen Geschehen auf dem Arbeitsmarkt wird deutlich, dass Frauen häufiger mit prekären Arbeitsverhältnissen und niedrigeren Löhnen zu kämpfen haben, folgert Fritz-Heiner Hepke.

Daraus zieht der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion folgende Schlussfolgerung: "Erwerbsarmut ist die häufigste Ursache für Altersarmut. Deshalb ist ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn und eine Solidarrente unabdingbar. Wenn die künftige Bundesregierung jetzt nicht anfängt sich um die zukünftigen Generationen zu kümmern, produziert sie am Ende ein blaues Wunder in Sachen Altersarmut", so Hepke warnend.