Resolution der SPD-Verden zur Bildungspolitik in Niedersachsen

Verden, den 30.11.2013 An die Fraktionsvorsitzende der SPD im niedersächsischen Landtag Johanne Modder Und die Landtagsabgeordnete und Kultusministerin Frauke Heiligenstadt Liebe Johanne, liebe Frauke, auf unserer letzten Ortsvereinssitzung haben wir über die Notwendigkeit der Investitionen in Bildung und Ganztag gesprochen und es sehr begrüßt, das SPD und Grüne hier erhebliche Mittel investieren wollen. Erschrocken waren wir über die Vorschläge der Finanzierung. Wir bitten darum, die

Gerard-Otto Dyck

Finanzierung nochmal zu überprüfen, da hier eine Berufsgruppe rausgepickt worden ist. Diese Möglichkeit wurde im Landtagswahlkampf seinerzeit nicht kommuniziert.
Hier die Resolution im Wortlaut:

Resolution

Der SPD Ortsverein Verden fordert die Landesregierung auf, die bereits beschlossene Altersermäßigung für alle Lehrer einzuführen und die Planung einer zusätzlichen Mehrarbeitsstunde für Gymnasiallehrer nicht durchzusetzen.

SPD und Grüne haben sich immer für eine bessere Bildungspolitik ausgesprochen.
Die Erhöhung der Zahl der Unterrichtsstunden ist kontraproduktiv. Hohe Klassenfrequenzen an den Gymnasien, ständig steigende Anforderungen, auch durch die Auswirkungen bildungspolitischer Maßnahmen, führen zu immer stärkerer Belastung.
Die Lehrer fordern zu Recht mehr Raum für ihre pädagogische Arbeit bei einer schwieriger werdenden Schülerklientel, um die geforderte und von allen gewünschte gute Bildungsqualität erreichen zu können.
Die Entscheidungen der Landesregierung führen zu Unruhe und Unmut an den Schulen nicht nur bei Lehrern, sondern auch bei Schülern und Eltern, wie die vielfältigen Protestaktionen zeigen.
Die geplanten Maßnahmen werden zu einem weiteren Rückgang außerschulischer Aktivitäten führen, obwohl deren pädagogischer Nutzen unbestritten ist.
Die Konsequenz der Mehrarbeit ist nicht nur das Einsparen von Geldern, sondern bedeutet durch die damit verhinderte Neueinstellung von Lehrkräften eine kurzsichtige Betrachtungsweise hinsichtlich der Altersverteilung in den Kollegien und Perspektivlosigkeit für Lehramtsstudenten und -anwärtern.
Die Aussetzung der Altersermäßigung ist ebenfalls ein Schritt in die falsche Richtung, da ältere Lehrkräfte die spezielle berufliche Belastung in diesem Umfang kaum noch verkraften können, sodass das Ziel einer Lebensarbeitszeit bis 67 für die meisten unerreichbar scheint.

Der SPD Ortsverein Verden unterstützt die nachvollziehbaren Forderungen der Lehrer und fordert die Landesregierung auf, ihre Versprechungen zur Verbesserung der Bildungsqualität konsequent umzusetzen und die geplanten Beschlüsse zu Mehrarbeit und Altersermäßigung zurückzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerard-Otto Dyck
-Vorsitzender-