Dietmar Teubert als Verdi-Kreisvorsitzender wiedergewählt

Landkreis (hm). Dietmar Teubert, Verdener SPD-Kommunalpolitiker und Vorsitzender der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Landkreis Verden (AfA), wurde am Sonnabend im Verdener Hotel "Niedersachsenhof" auf einer Mitgliederversammlung der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) für die nächsten vier Jahre zum Kreisvorsitzenden dieser Gewerkschaft gewählt. Er steht exakt 3328 Mitgliedern im Landkreis Verden sowie im Altkreis Rotenburg vor.

Zum neuen Verdi-Kreisvorstand Verden/Rotenburg gehören außerdem als Stellvertreter Erich Rottmann (Dörverden), als Schriftführer Rainer Cordsmeier (Verden) sowie als Beisitzer Sigrid Teubert, Sybille Meyer (Rotenburg), Gerd Kuhr und Anton "Toni" Werle (beide Dörverden). Wichtigste Aussage in Teuberts Geschäftsbericht: Der Verbleib einer hauptamtlich besetzten Verdi-Geschäftsstelle am Behördenstandort Verden konnte mindestens für die nächsten fünf Jahre gesichert werden.

Auf die Tarifrunde 2014 stimmten insbesondere Eva Hibbeler, die Betriebsratsvorsitzende der Aller-Weser-Klinik, sowie Verdi-Bezirksgeschäftsführer Rainer Kuhn ein, Sie forderten für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen eine Grunderhöhung der Gehälter um 100 Euro monatlich, sowie zusätzlich 3,5 Prozent.

Zu den weiteren Verdi-Forderungen gehört nach Darstellung von Hibbeler und Kuhn: 30 Tage altersunabhängigen Jahresurlaub für alle und eine verbindliche Übernahmeregelung für Auszubildende. Eva Hibbeler, auch SPD-Kreistagsabgeordnete, kündigte an, dass es für diese Forderungen im Monat März zum Auftakt eine größere Protestaktion der Verdi-Gewerkschafter in der Kreisstadt Verden geben wird.

In einer Grundsatzrede forderte Rainer Kuhn zudem die neue Bundesregierung auf, konkrete Beschlüsse gegen die weitere Absenkung des Rentenniveaus von bisher rund 51 Prozent auf später 43 Prozent zu fassen. "Ohne politisches Handeln ist sonst der direkte Weg in die Altersarmut vorgezeichnet", warnte der Redner. Er begrüßte, dass sich SPD und Unionsparteien auf einen gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde ab 1. Januar 2015 geeinigt haben.

Dies wertete er als ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung, der weitere Schritte sehr bald danach folgen müssten. Rainer Kuhn schwebt ab 2017 dazu ein Mindestlohn von 10 Euro die Stunde vor. Weiter warb er für eine gerechtere Steuerpolitik, damit zusätzliche Investitionen in Bildung und Infrastruktur getätigt werden können.

Das Foto zeigt von links: Anton "Toni" Werle, Erich Rottmann, Dietmar Teubert, Rainer Cordsmeier und Sigrid Teubert.