DPG-Team organisierte Hilfstransport nach Miedzyrzecz (Meseritz)

Verden/Miedzyrzecz (hm). Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Verden (DPG) dankt Erich Rottmann (Dörverden), Inge Ratzmann (Oyten) und dem Landkreis Verden, die es letztlich ermöglicht hatten, dass mit ihren namhaften Zuwendungen die Spritkosten für den April-Hilfstransport nach Polen beglichen werden konnten. Es war bereits der 3. Hilfstransport des Jahres 2014 in die polnische Partnerregion. Diesmal ging es schwerpunktmäßig zur Nervenklinik in die polnische Kreisstadt

DPG-Team

Miedzyrzecz, dem einstigen Meseritz-Obrawalde in der Woiwodschaft Lubuskie.

Besonders dankbar ist die DPG-Verden auch den Transportunternehmern Galina und Stefan Heinbokel aus Fintel, die nicht nur erstmals bei einer DPG-Aktion dabei waren, sondern dafür auch einen Lastwagen kostenlos bereitstellten. So konnte das DPG-Team mit Organisator Heinz Möller, Alexander Heichlan, Heinrich Habighorst, Bernd Weidemann, Anton "Toni" Werle, Erich Rottmann sowie Galina und Stefan Heinbokel mit einem LKW und drei Kleintransportern voller Sachspenden nach Polen touren.

In der Nervenklinik, einer ehemaligen Nazi-Vernichtungsanstalt, freute sich Krankenhausdirektorin Dr. Ewa Nowack-Lewicka besonders über eine tonnenschwere Lebensmittelspende des Verdener Unternehmens Mars. Aber auch alle schwerstpflegebedürftigen Patientinnen und Patienten wurden von der Firma Mars mit einer kleinen leckeren nachösterlichen Aufmerksamkeit bedacht.

Ferner freute sich Neurologin Dr. Ewa Nowack-Lewicka über medizinische Geräte, Krankenhausbedarfsartikel, orthopädische Versorgungsgüter wie Rollatoren, Roll- und Toilettenstühle, Gehhilfen, Reha-Trainingsgeräte, Windeln sowie gute Oberbekleidung für ihre geistig schwerstbehinderten Patienten.

Nach Darstellung von Heinz Möller wurde dem DPG-Team in der Nervenklinik einmal mehr deutlich vor Augen geführt, dass es dort an allen Ecken und Enden fehlt. Die Patienten sind in Schlafräumen mit 25 Personen untergebracht. Der Betreuungssatz des Staates Polen pro untergebrachten Patient in der Klinik beträgt am Tag neun Zloty, lediglich 2,25 Euro, berichtete das Krankenhausdirektorium. Für das DPG-Team ebenso bitter und unfassbar, da ein solcher Betrag eine würdevolle Pflege dieser Patienten unmöglich macht, so das erschütterte DPG-Team..

Das Foto zeigt das DPG-Team mit ihren polnischen Freunden nach dem Entladen der Hilfsgüter in der Nervenklinik Meseritz-Obrawalde, einem einstigen Nazi-Vernichtungslager, in dem über 18 000 behinderte Menschen von Nazi-Ärzten umgebracht worden sind.