Hepke fordert bessere Kinder- und Jugendhilfe auf AWO-Jahreshauptversammlung

Bürgermeister Brockmann sieht AWO als verlässlichen Partner der Stadt Verden (hm). Referate des Kreisvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Fritz-Heiner Hepke, sowie von Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann (SPD) bekamen am Freitag im Gasthaus "Borsteler Hof" die Mitglieder des AWO-Ortsvereines Verden auf ihrer Jahreshauptversammlung zu hören. Dazu konnte Verdens AWO-Vorsitzender Uwe Hannenberg vor vollem Haus und bei Kaffee und Kuchen als Ehrengäste außerdem den Vorsitzenden des

Kreissozialausschusses Heinz Möller und den DGB-Kreisvorsitzenden Dietmar Teubert begrüßen.

 

Fritz-Heiner Hepke widmete sich in seinem sozialpolitischen Grundsatzreferat in diesem Jahr dem Thema "Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland". Dabei bezeichnete er die steigenden Ausgaben aller staatlichen Ebenen für die Kinder- und Jugendhilfe als notwendige Investitionen in die Zukunft. Nach dem in den vergan- genen Jahren der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz im Blickpunkt der Debatte stand, müsse es jetzt darum gehen, nicht nur beim  Betreuungsausbau fortzufahren, sondern  auch die Qualität der Angebote zu verbessern.

 

"Wie gut ein Kind betreut wird, darf aber nicht von der Finanzlage der Kommune abhängen", sagte Hepke mit Respekt vor den Leistungen der wohlhabenden Stadt Verden. Deshalb forderte der AWO-Kreisvorsitzende und SPD-Sozialexperte von der Bundesregierung die Einführung eines Gesetzes, dass allerorten eine hohe Betreuungsqualität sicherstellt. Alle Fraktionen im Verdener Kreistag seien sich darin einig, denn Betriebskostenzuschuss für die Städte und Gemeinden bei den Kitas 2016 erneut zu erhöhen. Von daher sei es aber nur folgerichtig als AWO und SPD andererseits auch eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an den Betriebskosten für Kindertagesstätten einzufordern.

 

Hepke betonte weiter, dass verlässliche Aufwendungen für die Kinder- und Jugendarbeit insgesamt "ein unverzichtbarer Bestandteil eines funktionierenden Gemeinwesens" seien. Nur dadurch könne es auch gelingen, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, da "Jugendarbeit eine wichtige Voraussetzung für Bildungserfolg von benachteiligten Kindern ist". In diesem Zusammenhang sprach sich der AWO-Kreisvorsitzende auch dafür aus, die Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Schule und dem Gesundheitsbereich ebenso zu verbessern. "Das erzeugt zwar weitere Ausgaben, doch muss sich die Gesellschaftdie Zukunft unserer Kinder etwas kosten lassen", so Hepke abschließend nachdrücklich.

 

Bürgermeister Lutz Brockmann sprach der AWO-Verden Dank und Anerkennung für das ehrenamtliche bürgerschaftliche Engagement in der Stadt Verden aus. Deshalb unterstütze die Stadt Verden auch gerne die vielfältigen Betreuungsangebote der AWO rund um die Begegnungsstätte am Oderplatz, wobei der die Nachmittagsbetreuung, die Schularbeitenhilfe sowie Hilfen für Menschen mit Migrationshintergrund besonders hervorhob. Bockmann sieht die AWO-Verden auch als einen engagierten Partner dabei, wenn es darum geht, "die offene und vielfältige Gesellschaft entschlossen zu verteidigen und sich gegen Hass, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit zu wehren",

 

Vom AWO-Vorsitzenden Uwe Hannenberg und seinem Mitstreiterteam bekamen die AWO-Mitglieder anschließend sehr umfassende Berichte über die vielfältigen Aktivitäten des AWO-Ortsvereines 2014 sowie eine Programmvorschau für 2015 zu hören. Besonderes Lob erntete Elisabeth Hannenberg für die Kassenführung und den sehr transparent vorgestellten Wirtschaftsplan für 2015. Auch die Kinder- und Jugendarbeit in der Begegnungsstätte am Oderplatz unter der Leitung von Barbara Wittenberg unter dem Motto "Fit im Team" wurde als großer Erfolg gewürdigt.

 

Besonders starken Beifall bekam Friedel Niederkrome dafür, dass er auch für 2015 mit einem attraktiven Reiseprogramm  aufwarten konnte. Auf Antrag von Heinz Möller wurde dann dem AWO-Vorstand für seine vorzügliche Arbeit einstimmig Entlastung erteilt.