Michallik: Mindestlohn ist gut für Konjunktur und Arbeitsmarkt

Landkreis (hm). Bernd Michallik, Vorsitzender der SPD im Landkreis Verden und Bezirksvorstandsmitglied der Sozialdemokraten im Elbe/Weser-Raum, freut sich darüber, dass einem Monat nach Einführung des Mindestlohns festgestellt werden kann: "Der Arbeitsmarkt im Landkreis Verden, im Land Niedersachen und auch die Konjunktur entwickeln sich nach Einführung des Mindestlohns positiv. Die unseriöse Schwarzmalerei der Mindestlohngegner und Niedriglohn-Lobbyisten ist von der Realität eingeholt worden".

Bernd Michallik

Dies wird dadurch deutlich, dass im Landkreis Verden und auch landesweit die Arbeitslosenzahl im ersten Monat nach Einführung des Mindestlohns beachtlich deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt. Immerhin gab es im Januar in Niedersachsen 10 800 registrierte Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Als Zeichen für die gute Konjunktur würdigte Bernd Michallik auch, dass gleichzeitig die Arbeitskräftenachfrage spürbar angestiegen ist. Die Zahl der offenen Stellen hat immerhin im Vergleich zum Vorjahr um 5 000 Stellen zugenommen, was einem Zuwachs von 11,5 Prozent entspricht. Eine deutliche Erhöhung des Angebots an Arbeitsplätzen also, resümiert der SPD-Kreisvorsitzende.

 

Bernd Michallik ist ferner überzeugt davon, dass sich der Mindestlohn auch künftig positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Immerhin haben bisher 590 000 Beschäftigte in Niedersachsen weniger als 8,50 Euro pro Stunde erhalten. Die meisten von ihnen können sich nun über höhere Löhne freuen. Dies wird vor Ort und auch landesweit die Binnenkonjunktur stützen und zusammen mit weiter steigenden Tarifentgelten zu einem Nachfrageschub führen, ist sich SPD-Finanzexperte Michallik sicher.

 

Zugleich ist Bernd Michallik der Überzeugung, dass überall dort, wo sich Bürokratie als überflüssig erweist, diese abgebaut werden sollte. Dies gelte auch bei der Kontrolle des Mindestlohns, die jedoch gewährleistet bleiben müsse, weil es bereits in der Vergangenheit in vielen Branchen zu viele Scharlatane gegeben habe. Dazu wies der SPD-Kreisvorsitzende nicht nur auf den Lohndumpingbereich sondern auch auf den Schwarzarbeitssektor und illegale Beschäftigung hin. Dieser Sumpf müsse insgesamt trockengelegt werden, bekräftigte der SPD-Kreisvorsitzende.

 

Bernd Michallik abschließend: "Statt Stimmung gegen den Mindestlohn zu machen, sollten die Wirtschaftsverbände ihre Mitglieder besser über den gesetzeskonformen Umgang mit den Mindestlohn informieren. Auch die Entwicklung von Umgehungsstrategien sind absolut unseriös".