Braucht Verden einen Klimaschutzmanager? SPD-Ortsverein debattierte darüber!

Verden (hm). Gleich zwei junge neue Mitglieder konnte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Gerard-Otto Dyck auf einer öffentlichen Veranstaltung der Verdener Sozialdemokraten im Restaurant Likedeeler im Kreise der Genossinnen und Genossen begrüßen. Es sind Alexander Stefan Meier (22) und Kilian Westermann (23). Im Blickpunkt der Tagung stand die Debatte darüber, ob die Stadt Verden einen Klimaschutzmanager benötigt. Hierüber tauschten SPD-Fraktionschef Michael Otten und der

Michael Otten

Grünen-Vizefraktionsvorsitzende Rasmus Grobe ihre Auffassungen aus.

 

Dabei machte Otten deutlich, dass dieses Thema in der SPD-Stadtratsfraktion ergebnisoffen angegangen werden soll. Danach erläuterte Grobe mögliche Arbeitsfelder und Aufgabenstellungen für einen Klimaschutzbeauftragten. In Deutschland gebe es, so Rasmus Grobe, bereits mehr als 200 Klimaschutzmanager, die unter anderem von Kommunen eingestellt worden seien. Meistens sei ein Klimaschutzkonzept die Grundlage für die Herangehensweise. Es könne aber auch von einem Klimaschutzmanager aufgestellt werden. Eine Konkurrenz zum Umweltbeauftragten gebe es nicht, da völlig unterschiedliche Tätigkeitsbereiche bestehen.

 

Im kommunalen Bereich sind beispielsweise der Fuhrpark, Liegeschaften, Straßenbeleuchtung, Vernetzungen mit ähnlichen Beauftragten wie Energieberatern, die Sanierung öffentlicher Gebäude, Technologie-Effizienz, Mobilität und das Anzapfen von Förderprogrammen einige wichtige Aufgabenfelder für einen Klimaschutzmanager, erläuterte der Experte von der Grünen-Fraktion.

 

In der von Gerard-Otto Dyck moderierten Diskussion wurde es für wichtig erachtet, dass ein Klimaschutzmanager konkrete und vorzeigbare Projekte vor Ort anstößt und umsetzt. Er müsse nicht nur für eine Vernetzung sorgen, sondern einen systematischen und genau strukturierten Arbeitsansatz haben. "Wenn, dann richtig", war die Devise etlicher Debattenteilnehmer. SPD-Ortsvereinschef Dyck betonte am Ende der Debatte zusammenfassend, dass der SPD-Ortsvereinsvorstand dem Thema zwar offen, aber positiv gestimmt gegenüber stehe. Wichtig sei bei einer möglichen Verwirklichung eine Stelle mit einer klaren Zielorientierung. Gemeinsam wollen SPD und Grüne dieses Thema vorantreiben.