Karin Hanschmann: „Pille danach endlich rezeptfrei“

SPD hat sich endlich durchgesetzt Verden (hm). SPD-Ratsfrau Karin Hanschmann, Mitglied des Kreisvorstandes der SPD-Arbeitnehmerorganisation (AfA) und der Verdener Sozialdemokraten, hat es ausdrücklich begrüßt, dass Frauen die so genannte "Pille danach" ab Mitte März auch in Deutschland endlich rezeptfrei in den Apotheken kaufen können. Hanschmann hält dies für eine längst überfällige Entscheidung der Bundesregierung.

Karin Hanschmann

Für die hiesigen Sozialdemokraten verdeutlicht die SPD-Ratsfrau: "Frauen in Deutschland wollen und können hinsichtlich ihrer reproduktiven und sexuellen Rechte selbstbestimmend entscheiden, wie es Frauen in 78 anderen Staaten längst tun". Vom 15. März an wird es die "Pille danach" rezeptfrei in Apotheken zu kaufen geben. Dies gilt für die beiden Wirkstoffe Levenorgestrel und Ulipristalacetat. Diese sind anerkannt und gelten als wirksam und nebenwirkungsarm.

 

"Pille danach" bleibt kostenlos

 

Karin Hanschmann erläutert dazu, dass die "Pille danach" für Frauen und Mädchen unter 20 Jahren von den Krankenkassen bezahlt wird, wenn ein Arzt konsultiert wurde. "Wer die Kosten erstattet haben möchte, muss in der Apotheke ein Rezept vorlegen. Verzichtet die Frau auf eine Kostenerstattung, erhält sie die "Pille danach" nach Beratung gegen Barzahlung in der Apotheke. Es existiert Wahlfreiheit. Für diese Regelung hat sich die SPD im Deutschen Bundestag ein- und durchgesetzt", so Karin Hanschmann.

 

Dauerzank endlich vorbei

 

In einem Rückblick erinnert SPD-Sozialpolitikerin Hanschmann daran, dass über die rezeptfreie Abgabe der "Pille danach" lange gestritten wurde. Dabei habe sich die SPD seit Jahren für die Rezeptfreiheit eingesetzt. Bereits in der letzten Legislaturperiode hatten sich die Sozialdemokraten mit einem Antrag für Freigabe der "Pille danach" stark gemacht. Unter Regierungsbeteiligung ist die SPD am Ball geblieben und hat den Widerstand von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) endlich gebrochen. Hierbei habe auch die EU-Kommission geholfen, die eine entsprechende Empfehlung gegeben hatte.