Die Arbeit der Zukunft gestalten wir – SPD-Aufruf zum 1. Mai

Verden/Landkreis (hm). Die sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), der SPD-Kreisverein Verden sowie die acht SPD-Ortsvereine im Landkreis Verden rufen ihre Mitglieder sowie sozialdemokratische Betriebs- und Personalräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute sowie den SPD-Gewerkschaftsrat zur Teilnahme an der zentralen Veranstaltung für den Landkreis Verden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aus Anlass des Tages der Arbeit am

Susanne Kremer

Freitag, 1. Mai, ab 11 Uhr, vor dem Rathaus in der Kreisstadt Verden auf.

 

Eröffnete wird die DGB-Traditionsveranstaltung vom Vorsitzenden des DGB-Kreisverbandes Dietmar Teubert (Verden). Danach folgt ein Grußwort von Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann (SPD). Hauptrednerin am Tag der Arbeit ist in diesem Jahr Susanne Kremer, die stellvertretende Landesvorsitzende Niedersachsen-Bremen der Vereinigten  Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi). Auch diverse Informationsstände wird es wieder auf dem Rathausvorplatz geben. Zur Tradition gehört auch, dass der Achimer Siegmund Kamrath von der IG Metall wieder eine Tombola mit interessanten Preisen organisieren wird. Musikalisch umrahmt wird die DGB-Kundgebung von Uwe Schöpe am Plattenteller. Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt.

 

Unter dem Motto "Die Arbeit der Zukunft gestalten wir" unterstreichen die Sozialdemokraten als Regierungspartei in Land und Bund ihre enge Verbundenheit mit dem DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften und unterstreichen erneut die Forderung, endlich auch die Verursacher der jüngsten Wirtschaftskrise an den Folgekosten für Staat und Gesellschaft zu beteiligen, die Macht der internationalen Banken einzuschränken, Managergehälter zu begrenzen und eine Finanztransaktionssteuer einzuführen, wie AfA-Sprecher und SPD-Kreistagsabgeordneter Heinz Möller hervorhebt.

 

SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik betont, dass es ein großer Erfolg der SPD und der Gewerkschaften ist, dass zum 1. Januar 2015 der allgemeine verbindliche gesetzliche Mindestlohn durchgesetzt werden konnte. Benötigt werde jedoch noch hinreichend Personal, um die Durchsetzung zu kontrollieren und Verstöße zu sanktionieren, da es immer noch schwarze Schafe gibt, die auf Dumpinglöhne und prekäre Beschäftigungsverhältnisse setzen.

 

Weiter verdeutlicht SPD-Kreisvorsitzender Michallik, dass weder SPD noch DGB bei den Themen "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" und bei der "Bekämpfung des Missbrauchs der Leiharbeit" locker lassen werden und hier die gleichen Ziele haben. Dazu gehört auch, gegen die Unionsparteien ein bundesweit gültiges Entgeltgleichheitsgesetz durchzusetzen.

 

AfA- und DGB-Kreisvorsitzender Dietmar Teubert fordert ferner, dass die Landespolitik dazu beitragen müsse, dass die Aller-Weser-Klinik mit ihren Krankenhausstandorten in Achim und Verden zukunftssicher gemacht und die dortigen Arbeitsplätze gesichert werden. Hierzu gehöre auch eine klare Aussage des Landes zur Finanzierung eines Bettenhauses im Krankenhaus Verden und zur weiteren Spezialisierung des Achimer Krankenhauses sowie eine Optimierung der Zusammenarbeit mit den Bremer Kliniken.

 

Ein weiteres Anliegen des Gewerkschafters und Sozialdemokraten Teubert ist es, dass gerade die Heil- und Pflegeberufe einer größeren Wertschätzung bedürfen, was sich auch in einer besseren Bezahlung und in familienfreundlicheren Arbeitszeiten niederschlagen müsse. Dies sei ein wichtiger Hebel, um dem drohenden Pflegenotstand zu begegnen.