AfA fordert bessere Chancen für Schwerbehinderte am Arbeitsmarkt

Verden/Landkreis (hm). Nach Auswertung der aktuellen Zahlen für den Arbeitsmarkt macht die sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im SPD-Kreisverein Verden (AfA) über ihren Kreisvorsitzenden Dietmar Teubert darauf aufmerksam, dass Schwerbehinderte in ganz Niedersachsen nur unterdurchschnittlich von der positiven Entwicklung profitieren.

Dietmar Teubert

Während die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen und seinen Regionen insgesamt um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückging, sank diese bei Schwerbehinderten nur um 1,2 Prozent.

 

Der AfA-Kreisvorsitzende und SPD-Kommunalpolitiker Teubert sagte dazu: "Schwerbehinderte Menschen sind häufiger arbeitslos und besonders von Langzeitarbeitslosigkeit und Hartz-IV-Bedürftigkeit betroffen. Die SPD-Arbeitnehmerorganisation im Landkreis Verden fordert daher mehr Unterstützung, damit sie in Beschäftigung bleiben oder wieder Arbeit finden können".

 

Dies sei auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels vor Ort wichtig, da durch diesen der Anteil an älteren und damit häufiger auch behinderten Menschen zunehmen werde.

 

Dietmar Teubert, zugleich DGB-Kreisvorsitzender, erwartet daher von den Unternehmen, die Potenziale von Schwerbehinderten besser zu erkennen und zu fördern, zumal diese oftmals sehr gut qualifiziert sind.

 

Außerdem verfügten ältere Beschäftigte meist über langjährige Berufserfahrung, so der AfA-Kreisvorsitzende weiter. Ferner sei schon lange mit dem Vorurteil aufgeräumt worden, dass eine Behinderung Einfluss auf die Arbeitsleistung haben muss. Aber auch die Akteure bei der hiesigen Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern sieht der Verdener SPD-Ratsherr Teubert in der Pflicht.

 

"Arbeitsvermittlung und Arbeitsförderung brauchen wohl neue Konzepte, um eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben zu gewährleisten", meint Dietmar Teubert.