Gewerkschaftliche Ehrungen für Heinz Möller – AfA tagte zum Zukunftskonzept

Verden/Landkreis (hm). Etwas feierlich begann am Freitagabend im Verdener Gasthaus "Zur Brücke" die öffentliche Diskussionsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im SPD-Kreisverein Verden, weil Verdi-Kreisvorsitzender Dietmar Teubert diesen Rahmen nutzte, um eine gewerkschaftliche Ehrung vorzunehmen. Dabei würdigte er das gewerkschaftliche Engagement des SPD-Kreistagsabgeordneten Heinz Möller, der bereits seit 50 Jahren gewerkschaftlich engagiert ist. Einer der

ersten Gratulanten war auch der Verdener Bürgermeister Lutz Brockmann, der  ebenfalls auf eine lange Mitgliedschaft in der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft zurückblicken kann.

 

Wie Dietmar Teubert dabei hervorhob, begann das gewerkschaftliche Engagement von Heinz Möller in der IG Druck und Papier und führte über die ÖTV in die heutige Gewerkschaft Verdi. Dabei war der SPD-Kreistagsabgeordnete Möller über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Positionen gewerk-schaftlich ehrenamtlich aktiv. Teubert dankte auch Lutz Brockmann insbesondere dafür, dass dieser auch als Verwaltungschef der Arbeiterbewegung treu geblieben ist. Dafür gab es für Heinz Möller Ehrenurkunde, Ehrennadel und ein leckeres Dankeschön-Präsent.

 

Danach gab Dietmar Teubert das Signal zum Start des öffentlichen Sommerprogrammes der SPD-Arbeitnehmerorganisation im Landkreis Verden mit Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann (SPD) als Hauptredner. Brockmann  sprach zum Thema "Zukunftskonzept der Stadt Verden mit Nachhaltigkeitsstrategie", welches bekanntlich von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Verden entwickelt wurde. Vorausgegangen war dazu ein gemeinsamer Grundsatzantrag der Stadtratsfraktionen von SPD und Bündnisgrünen, berichtete der Bürgermeister eingangs. Der Stadtrat  hat zwischenzeitlich das Zukunftskonzept einstimmig befürwortet.

 

Entwickelt wurde das Konzept in acht Zukunftsgesprächen mit rund 200 Teilnehmern, die Ideen für 50 Projekte einbrachten. Demnach soll die Attraktivität Verdens als Mittelzentrum in der Region gesteigert und für ein lebendiges Miteinander gesorgt werden. Es geht bei den Projekten auch um den Ausbau des Bildungsstandortes Verden und um globales denken und handeln. Verden sieht sich dabei als solidarische und weltoffene Stadt, unterstrich Lutz Brockmann.

 

Viele Ideen beinhalten auch konkrete Vorschläge Arbeit und Wirtschaft zukunftsweisend zu entwickeln. Brockmann hofft dabei, dass es nicht lange dauern wird, um in Verden einen Dienstleistungsstandort für kreative Berufe zu etablieren. Besonders angetan war der Bürgermeister von den Vorschlägen für gesundes Wohnen durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe im Wohnungsbau. Hier sieht er sogar schnelle Umsetzungschancen. Weiter hofft er, dass  Verden, über die Ideen aus den Zukunftsgesprächen heraus, eine Akademie für nachhaltiges Bauen bekommen wird. Angetan war Lutz Brockmann ferner von der Idee die hiesigen Kitas schrittweise zu Familienzentren weiter zu entwickeln.

 

 

Anschließend wurde auf der AfA-Tagung  mit Bürgermeister Brockmann in aller Breite auch über die konkreten Umsetzungsschritte des Konzeptes debattiert. Der Antrag der SPD-Stadtratsfraktion für eine Machbarkeitsstudie für einen 3. Allerübergang wurde auf der Tagung von etlichen Rednern positiv gewürdigt.

 

Das Foto von Karin Hanschmann zeigt die Ehrung von Heinz Möller.