Appell von Dyck: „Ergebnis der Machbarkeitsstudie muss von allen akzeptiert werden“

SPD-Verden debattierte über den 3. Allerübergang Verden (hm). Viele Mitglieder des SPD-Ortsvereines Verden nutzten die Gelegenheit, um im Rahmen einer erweiterten parteiöffentlichen Vorstandssitzung am Donnerstag im Verdener Restaurant "Likedeeler" ihre Meinung einzubringen und mit zu diskutieren. Dabei ging es insbesondere um einen intensiven Meinungsaustausch über die von der SPD-Ratsfraktion beantragte Machbarkeitsstudie für einen 3. Allerübergang. Begonnen wurde

Gerard-Otto Dyck

jedoch  mit einem Tätigkeitsbericht des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Gerard-Otto Dyck zu aktuellen politischen Schwerpunktthemen der letzten vier Wochen.

 

In diesem Rahmen konnte Dyck den 24jährigen Sascha Neidt als neues Mitglied begrüßen und ihm sein rotes Parteibuch überreichen. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende freute sich auch über die gelungene Gedenkstein-Einweihung zur Erinnerung an den einstigen Standort der jüdischen Synagoge in Verden. Auch der Text auf der Gedenkplatte wurde als "gut und deutlich" gewürdigt. In diesem Zusammenhang informierte Bürgermeister Lutz Brockmann, dass es mittlerweile noch weitere Fundstücke der ehemaligen Synagoge gibt, die zu gegebener Zeit passend im Rahmen der "Erinnerungskultur" öffentlich präsentiert werden sollen.

 

Danach folgt eine Rückschau auf den gemeinsamen Domweihbummel der Verdener Sozialdemokraten mit Gästen auch aus benachbarten SPD-Ortsvereinen und den Jusos "in einer guten und lockeren Atmosphäre".  Im Blickpunkt standen jedoch anschließend die Ausführungen von  SPD-Fraktionschef Michael Otten, der den Antrag seiner Fraktion zur "Machbarkeitsstudie für einen 3. Allerübergang" erläuterte. Dabei unterstrich er, dass die SPD-Ratsfraktion nie gegen einen solchen Allerübergang gewesen sei, wie es insbesondere die Christdemokraten fälschlicherweise immer wieder suggerieren würden.

 

Mit einer solchen Machbarkeitsstudie wolle man endlich klare Fakten sammeln und sehen, so Michael Otten, was machbar sei und was nicht. Man wolle auch den CDU-Nebel in dieser Frage lichten und für Klarheit sorgen. Leider setze die CDU bei der öffentlichen Debatte zum 3. Allerübergang, ohne Fakten zu haben, auf Polemik. Otten begrüßte es, dass sich auch die Verdener Wirtschaft für einen 3. Allerübergang einsetze.

 

Gerard-Otto Dyck wurde in der Debatte sehr deutlich: "Wenn die Studie eine Machbarkeit aufzeigt, dann müssen wir alle gemeinsam auch für eine Verwirklichung sorgen". Die Vertreter der Jusos befürworteten die Studie ebenfalls, halten es aber darüber hinaus für wichtig, zugleich und unabhängig davon auch den Öffentlichen Nahverkehr zu stärken.

 

Bürgermeister Lutz Brockmann ist auch gespannt auf die Kosten einer Brücke, die in der Studie ebenfalls ermittelt werden sollen. Immerhin habe nach Aussage Brockmanns eine Verkehrszählung im Jahr 1999 rund 3 700 Fahrzeuge ergeben, die einen 3. Allerübergang nutzen würden. Von daher sei es seltsam, dass trotz stetig steigendem Verkehrsaufkommen die jüngste Zählung erheblich weniger Nutzer ergeben habe. Allgemeiner Tenor in der intensiven Diskussion war, dass es sehr wichtig sei, "Klarheit zu schaffen und die Bürger ebenso klar über die Folgen zu informieren, um den CDU-Wahlkampfnebel zu lichten", wie es ein Redner zum Ausdruck brachte. Gerard-Otto Dyck abschließend: "Der SPD-Ortsverein unterstützt die SPD-Ratsfraktion im Ansinnen, mit einer Machbarkeitsstudie zum 3. Allerübergang Klarheit zu schaffen".