Bernd Michallik fordert Stärkung des Meister-BAFÖG

Verden/Landkreis (hm). Eine Erfolgsgeschichte für Qualifizierungen in der beruflichen Bildung ist nach Auffassung des SPD-Kreisvorsitzenden Bernd Michallik (Langwedel) das Meister-BAfög, welches es bereits seit 1996 gibt. Allein im Jahr 2014 konnten damit immerhin 172 000 Personen gefördert werden, um sich zum Meister, Techniker oder Fachwirt fortzubilden. "Doch gerade die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen verdeutlichen, dass eine Reform des Meiter-BAfög notwendig ist", betont,

Bernd Michallik

betont SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik in einer Pressemitteilung der SPD im Landkreis Verden.

 

Obwohl nämlich die Beteiligung an Weiterbildung in den vergangenen Jahren gestiegen ist, stagniert die Förderung im Bereich des so genannten Meister-BAfög. Lediglich 0,2 Prozent Zuwachs gab es 2014 im Vergleich zu 2013. Deshalb sieht Bernd Michallik hier dringenden Handlungsbedarf. Seine Begründung: "Der gehobene Fachkräftebedarf für die Zukunft ist auch für den Landkreis Verden unbestritten. Mit einer substantiellen Reform müssen wir jetzt die berufliche Bildung auch auf höheren Qualifikationsstufen attraktiver machen und damit die Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung stärken".

 

Bernd Michallik erwartet daher von der Großen Koalition, dass die Attraktivität des Meister-BAfög vor allem durch wesentlich verbesserte Förderbedingungen beim Zuschuss für den Unterhalt deutlich erhöht wird. Das Ziel müsse mindestens 50 Prozent Zuschuss für TeilnehmerInnen an einer Vollzeitweiterbildung sein. Dies würde dann auch gleichen Förderbedingungen bei der akademischen und der beruflichen Personenförderung entsprechen, für die die SPD seit langem wirbt.

 

Darüber hinaus müsse aber auch die meist weit fortgeschrittene Lebenssituation der förderwilligen Fachkräfte angemessen berücksichtigt werden, so Bernd Mickallik weiter, wozu deshalb die familienbezogenen Komponenten spürbar ausgebaut werden sollten. Der SPD-Kreisvorsitzende hält dies für dringend notwendig, zumal der Frauenanteil bei den Geförderten immer noch unter einem Drittel liegt.

 

Aber auch der Zugang zur Förderung für Bachelorabsolventen sollte bei entsprechender Berufserfahrung vereinfacht werden, findet der SPD-Kreisvorsitzende. Aufstieg durch Bildung müsse durch eine deutlich attraktivere Weiterbildungsförderung für immer mehr Menschen das erreichbare Ziel sein.

 

Die Kreis-SPD werde sich außerdem bei der SPD-Bundestagsfraktion dafür einsetzen, dass angehende Erzieherinnen und Erzieher leichter als bis jetzt Meister-BAfög bekommen. Dies sei in Fachkonferenzen der Kreis-SPD immer wieder angeregt worden. Gerade in einem Mangelberuf wie im Erziehungsbereich sei es der Kreis-SPD wichtig, hier bestehende bürokratische Hürden abzubauen.