Hepke würdigt den Kita-Rechtsanspruch – Qualitätsausbau gefordert

Achim/Landkreis (hm). Seit dem 1. August 2013 gilt der einklagbare Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Diesen Termin nimmt der Achimer SPD-Kreistagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionschef der SPD-Kreistagsfraktion, Fritz-Heiner Hepke, zum Anlass für einen Rück- und Ausblick. "Das war ein richtiger und entscheidender Schritt mit Blick auf die Kinderbetreuung in den Städten und Gemeinden in unserem Landkreis.

Fritz-Heiner Hepke

Entscheidend ist jetzt, dass wir uns nicht darauf ausruhen, sondern eine weitergehende Verbesserung der Betreuungssituation verwirklichen", erklärt Fritz-Heiner Hepke auch in seiner Eigenschaft als AWO-Kreisvorsitzender. Dazu passt punktgenau, dass sich die Fraktionen im Verdener Kreistag mit Landrat Peter Bohlmann (SPD) darin einig sind, dass der Landkreis Verden sich künftig mit einem erhöhten Betriebskostenzuschuss von dann drei Millionen Euro jährlich in der Kindertagespflege engagieren wird, findet SPD-Sozialexperte Hepke.

 

Die SPD-Kreistagsfraktion sieht jedoch zusätzlich eine Reihe von Punkten, die ebenfalls noch angegangen werden müssen. So ist es nicht einzusehen, folgert Hepke, dass in den einzelnen Bundesländern die Unterschiede in der Qualität der Betreuung stark voneinander abweichen. Die SPD-Kreistagsfraktion hält es daher für wichtig, durch qualitative Standards die Betreuungsschlüssel sowie räumliche Rahmenbedingungen und die Qualifikation der Fachkräfte festzuschreiben. Dafür werde deshalb von der Bundesregierung ein Bundesqualitätsgesetz erwartet, hebt Hepke hervor.

 

Insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, stellt sich für die SPD-Kreistagsfraktion nun drängender denn je die Frage, was mit den frei werdenden Bundesmitteln geschehen soll. Die SPD-Kreistagsfraktion spricht sich hierbei entschieden dafür aus, dass diese nun in die Verbesserung der flächendeckenden Kita-Qualität investiert werden.

 

Schließlich sind viele Kommunen mit immensen finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere in den finanzschwächeren muss in eine verbesserte Kinderbetreuung investiert werden, um Eltern nicht nur in die Lage zu versetzen, Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können, sondern ihre Kinder in bestmöglicher Förderung und Betreuung zu wissen, findet die SPD-Kreistagsfraktion.

 

Ganz klar ist für die SPD-Kreistagsfraktion außerdem: "Eltern benötigen eine wohnortnahe, qualitativ gute und bedarfsgerechte Kinderbetreuung", unterstreicht Fraktions-Vize Hepke. "Deshalb sollte das jetzige 2jährige Jubiläum auch ein Ansporn sein, alle Anstrengungen zum flächendeckenden Aufbau einer qualitativ hochwertigen und zukunftsweisenden Kinderbetreuung zu unternehmen", erklärt Hepke abschließend mit Nachdruck.