Kreis-SPD begrüßt Vorschläge zum Wohnungsbau

Verden/Landkreis (hm). Der Wohnungsmarkt im Landkreis Verden ist äußerst angespannt. "Angesichts dieser Tatsache begrüßt die Kreis-SPD die jüngsten Vorschläge von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD), die Fördermittel für die soziale Wohnraumförderung zu verdoppeln, die degressive Abschreibung in Gebieten mit Wohnungsknappheit wieder einzuführen und den Bau variabler Kleinwohnungen zu fördern", unterstreicht SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik in einer Pressemitteilung.

Bernd Michallik

In diesem Zusammenhang verweist der SPD-Kreisvorsitzende auch auf Experten-Schätzungen mit dem Deutschen Mieterbund und die Gewerkschaft Bau, Agra und Umwelt an der Spitze, wonach der Neubau von jährlich 400 000 Wohnungen notwendig ist, davon mindestens 100 000 Sozialwohnungen, um den sich schon seit der schwarz-gelben Vorgängerregierung im Bund zuspitzenden Wohnungsproblemen zu begegnen. Es ist Fakt, so Bernd Michallik, dass Schwarz-Gelb hier den Rotstift an falscher Stelle angesetzt und den sozialen Wohnungsbau praktisch zum Erliegen gebracht hatte. Sozialdemokraten in Regierungsverantwortung in Land und Bund müssen diese Tatenlosigkeit wieder ausbügeln.

 

Außerdem wachse auch im Landkreis Verden der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen für Durchschnittsverdiener und vor allem einkommensschwächeren Haushalten immer schneller, nicht zuletzt auch aufgrund hoher Zuwanderungs- und Flüchtlingszahlen, ergänzt der Verdener SPD-Kreistagsabgeordnete und Mietervereinsvorständler Heinz Möller. Er verwies auch darauf, dass der Bestand an Sozialwohnungen in den letzten 30 Jahren von bundesweit rund 4 Millionen auf knapp 1,5 Millionen zusammengeschrumpft sei. Diese Entwicklung darf sich nicht weiter fortsetzen, auch deshalb weil nach wie vor jährlich rund 70 000 Sozialwohnungen aus den Preis- und Belegungsbindungen fallen.

 

"Gut, dass Bauministerin Hendricks jetzt die Initiative ergreift, ein deutlich verstärktes Engagement des Bundes für den Wohnungsbau ankündigt und die Länder mitziehen sollen. Die Verdoppelung der Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau auf mehr als eine Milliarde Euro ist dabei ein entscheidender Schritt, um den Neubau der benötigten Sozialwohnungen auch in unserer Region anzustoßen", so Heinz Möller und Bernd Michalik.