SPD-Fraktionschef Heiko Oetjen fordert „Waffengleichheit“ für Dodenhof

SPD-Arbeitnehmerorganisation debattierte kommunale Arbeitsmarktpolitik Verden/Landkreis (hm). Unter der bewährten Tagungsleitung ihres Kreisvorsitzenden Dietmar Teubert traf sich die sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im Landkreis Verden am Freitag vor vollem Haus im Verdener Gasthaus "Zur Brücke" um mit den Chef der SPD-Kreistagsfraktion Heiko Oetjen auf einer Fachkonferenz über die kommunale Arbeitsmarktpolitik in der heimischen Region zu debattieren.

Heiko Oetjen

Dabei sparte Heiko Oetjen nicht mit klaren Worten und klarer Kante im Bezug über die überdimensionierten Ausbaupläne des Landes Bremen im Bereich des Weserparkes in Bremen-Mahndorf. Eine gemeinsame Landesplanung zwischen Bremen und Niedersachsen muss anders aussehen und auch Rücksicht auf den Standort der Firma Dodenhof in Posthausen als größten Arbeitgeber im Landkreis Verden nehmen, unterstrich der SPD-Fraktionschef. Deshalb wird sich die SPD-Kreistagsfraktion für Waffengleichheit durch ein Standortsicherungs- und Ausbaukonzept für das Familienunternehmen in Posthausen einsetzen und auch die Unterstützung des Landes Niedersachsen einfordern, erklärte Oetjen kampfeslustig.

 

Zugleich lobte er das Posthausener Unternehmen für seine hervorragenden Bemühungen auf dem Ausbildungssektor als ein "bundesweites Vorzeigeprojekt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs". Anschließend warb er für das Großvorhaben Achim-West, um durch bessere verkehrliche Anbindungen nicht nur für Verkehrsentlastung zu sorgen, sondern um außerdem auch für zusätzliche Arbeitsplätze durch Industrie- und Gewerbsansiedlungen im Nordkreis den Weg frei zu machen.

 

Heiko Oetjen unterstrich weiter, dass der Landkreis Verden sehr dringend weitere Zuwanderung benötige, um den künftigen Fachkräftebedarf zu sichern und soziale Errungenschaften zu halten. "Wer hiergegen wettert und Ängste schürt, redet Humbug", so der stellvertretende Oytener Bürgermeister weiter im Klartext, wobei er nachdrücklich für eine Willkommenskultur für die ausländischen Flüchtlinge warb und mit  "Vorurteilen aus der braunen Giftküche" aufräumte.

 

Oetjen bezeichnete es als enorm wichtig, dass in diesem Zusammenhang ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkannt werden, damit diese Menschen schneller einen Job im ersten Arbeitsmarkt bekommen, zumal diese Fachkräfte gerade im Handwerk dringend benötigt werden.  Insgesamt sieht er die Wirtschaftsstruktur im Landkreis Verden auf einem guten Niveau, wobei die Lebensmittelbranche und der Maschinenbau Spitzenpositionen im Bezug auf Arbeitsplätze einnehmen.

 

Danach folgte eine spannende Diskussion zum Thema "Zukunft der Arbeit im Landkreis Verden", wobei es um die künftige Gestaltung der kommunalen Arbeitsmarktpolitik für die Jahre 2016 bis 2021 ging, an deren Formulierung die SPD-Arbeitnehmerorganisation aus ihrem Selbstverständnis heraus maßgeblich mitwirken wird, betonte Dietmar Teubert.