Heiko Oetjen: Zuwanderung kann der Altenpflege helfen

SPD-Fraktionschef Oetjen fordert Spezialprogramme und Pflegeausbau Landkreis/Oyten (hm). "Die Zuwanderung von Flüchtlingen ist eine Chance für die Altenpflege". Diese Auffassung vertritt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Oyten Heiko Oetjen. "Auch im Landkreis Verden spüren wir den Fachkräftemangel in der Pflege bereits länger sehr deutlich. Wenn der Bund sich jetzt mit einem entschlossenen Programm zum Pflegeausbau

Heiko Oetjen

und zur Qualifizierung von zugewanderten Frauen und Männern engagiert, können wir diesem Problem wirkungsvoll begegnen", erklärte Oetjen vor dem von Heinz Möller moderierten sozialpolitischen Arbeitskreis der SPD in der Kreisstadt.

 

SPD-Kreistagsfraktionschef Oetjen berichtete vor dem Gremium, dass nach Expertenschätzungen davon auszugehen ist, dass für die kommenden Jahre mit einem Anwachsen der Zahl der Pflegebedürftigen um jeweils zwei bis drei Prozent im Jahr gerechnet werden muss. "Das heißt im Umkehrschluss, dass wir zusätzlich zu den jetzt rund 700 000 Pflegefachkräften jedes Jahr etwa weitere 20 000 Fachkräfte benötigen".

 

Insbesondere werde mit einem steigenden Bedarf bei der Tagespflege gerechnet, so der Oytener SPD-Kreistagsabgeordnete weiter. "Ein Ausbau in diesem Bereich ist also demografisch zwingend erforderlich. Dabei ist dieser Ausbau durchaus möglich, wenn wir dafür jetzt die Weichen richtig stelle", ist der SPD-Fraktionschef überzeugt.

 

Das heißt für Heiko Oetjen konkret: Wir benötigen Spezialprogramme für die Qualifizierung derjenigen, die in der Pflege arbeiten wollen. Deshalb müssen wir weiter gezielt an Ausbau und Verbesserung der Altenpflege arbeiten. Außerdem müssen wir dafür sorgen, dass der Wert der Pflege zusätzliche Anerkennung erfährt", fordert Oetjen.