Michallik für paritätische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung

Landkreis (hm)."Die von der SPD-geführte Landesregierung in Rheinland-Pfalz angekündigte Initiative im Bundesrat zur Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge würde helfen, eine Gerechtigkeitslücke zu schließen. Auch Niedersachsen sollte daher diesen Vorstoß unterstützen", findet SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik und will sich in den Gremien der Landes-SPD dafür stark machen.

Bernd Michallik

Nach der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Landkreis Verden (AfA) hat sich nun auch die Kreis-SPD für eine paritätische Finanzierung der Kassenbeiträge ausgesprochen. Derzeit beträgt der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung 7,3 Prozent, während der Arbeitnehmeranteil im Jahr 2015 bei durchschnittlich 8,2 Prozent lag. Im Jahr 2016 könnte aufgrund von Kostensteigerungen im Gesundheitsbereich der Arbeitnehmeranteil auf durchschnittlich 8,4 Prozent steigen, so die Prognose des Schätzerkreises der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

 

Eine hohe Versorgungssicherheit und gute Versorgungsqualität im Gesundheitswesen seien Garanten unserer Lebensqualität. Als Konsequenz dieses medizinischen Fortschritts nennt SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik die steigenden Kosten im Gesundheitsbereich. So gingen Experten auch in den kommenden Jahren von weiteren Steigerungen der Zusatzbeiträge aus, um die Mehrkosten zu finanzieren, erläutert Michallik.

 

"Diese dürfen nicht einseitig durch die Versicherten finanziert werden. Vielmehr muss zukünftig auch der Zusatzbeitrag zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer getragen werden. Die Niedersächsische Landesregierung sollte die Initiative aus Rheinland-Pfalz deshalb um Bundesrat unterstützen", betont der SPD-Kreisvorsitzende.

 

Mittelfristig ist es außerdem nötig, die Beiträge zu stabilisieren, um die gesetzliche Krankenversicherung weiter abzusichern. Das von der SPD vorgeschlagene Modell der gesetzlichen Bürgerversicherung ist dabei nach wie vor das gerechteste und nachhaltigste Modell", unterstreicht Bernd Michallik abschließend.