2016 muss ein Jahr für die Frauen werden

Zum heutigen Internationalen Frauentag hat sich Karin Hanschmann vom Vorstand der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Landkreis Verden (AfA) sehr engagiert geäußert. Der Internationale Frauentag ist in diesem Jahr politisch wie lange nicht mehr. Im Fokus stehen zum einen arbeitsmarkt- und sozialpolitische Themen: die Lohngerechtigkeit für Frauen, die Frauenquote in Unternehmen, die Neuordnung der Pflegeberufe.

Karin Hanschmann

Zum anderen wird nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln stärker über das Geschlechterverhältnis, über Sexismus und Gewalt in unserer Gesellschaft diskutiert.

Mehr Respekt! 
Sexismus in den Medien und sexualisierte Gewalt gegen Frauen finden Aufmerksamkeit wie schon lange nicht mehr. Wir müssen das Sexualstrafrecht zum Schutz von Frauen und Mädchen umfassend reformieren. Bundesjustizminister Heiko Maas hat einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt, bereits im letzten Jahr, lange vor den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht. Die muss jetzt umgesetzt werden, betont die Verdener SPD-Ratsfrau.

Mehr Gerechtigkeit!
Das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit muss kommen. Die Unionsparteien mussen die Blockadehaltung diesbezüglich  aufgeben. Es muss erreicht werden, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern und die daraus resultierende Rentenlücke zu schließen. Wenn Frauen dauerhaft und unfreiwillig Teilzeit arbeiten, sind Nachteile langfristig unvermeidlich. Deshalb wird das Recht, auf die alte Arbeitszeit zurückzukehren, kommen.

Pflegeberufe – ein Bereich, in dem sehr viele Frauen arbeiten – müssen neu geordnet, modernisiert und neu bewertet werden. Mit der Frauenquote für Unternehmen, die Anfang 2016 in Kraft getreten ist, wird auch in Führungspositionen mehr Geschlechter-gerechtigkeit einziehen. Dies war ein wichtiger und richtiger Schritt, unterstreicht SPD-Kommunalpolitikerin Hanschmann.

Mehr Unterstützung!
Wir sind solidarisch mit den tausenden geflüchteten Frauen und ihren Familien. Wir wollen Flüchtlinge menschlich und sicher aufnehmen. Dazu gehört auch der Schutz von allein reisenden Frauen und anderen gefährdeten Personengruppen in Einrichtungen und Unterkünften. Wer besonders schutzbedürftig ist, dem muss Schutz gewährt werden. Das ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, so die SPD-Ratsfrau eindringlich.

Wir von der AfA  wollen, dass alle Flüchtlinge – Frauen und Männer – an Sprach- und Integrationskursen teilnehmen. Um das auch Eltern zu ermöglichen, müssen wir begleitend Kinderbetreuung anbieten.

Die geflüchteten Frauen und ihre Töchter sind unsere Nachbarinnen, Mitschülerinnen, Kolleginnen, Freundinnen von morgen.

Dies alles dient unserem gemeinsamen Ziel: Wir wollen in einer freiheitlichen und toleranten Gesellschaft leben, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind.