Fremdenfeindlichkeit schadet dem ganzen Reiseland Deutschland

Fremdenfreindlichkeit schadet nicht nur der Gesellschaft und den Menschen im Allgemeinen, sondern auch dem Reiseland Deutschland sowie dem Tourismus als wichtigem Beschäfti- gungs- und Wirtschaftsfaktor, hat SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik auf einer Veranstaltung der Kreis-SPD in Langwedel warnend betont.

Bernd Michallik

Immerhin hat der Tourismus in Deutschland 2,9 Millionen Beschäftigte, das sind fast sieben Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland. Besonders in ländlichen Regionen wie in unserem Landkreis und der angrenzenden Lüneburger Heide haben die touristischen Arbeitsplätze einen enormen Stellenwert.

"Deutschlands Ansehen als Reiseland ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Dies gilt auch für unsere Region. Immerhin sind wir mittlerweile das zweitbeliebteste Reiseziel der Europäer. So übernachteten im Jahr 2015 rund 80 Millionen ausländische Gäste in Deutschland", informierte Michallik mit Daten und Fakten.

Das bisher gute Image Deutschlands als Reiseland sieht der SPD-Kreisvorsitzende jedoch jetzt in großer Gefahr. So haben fremdenfeindliche Aktionen wie in Sachsen und Thüringen zum Beispiel bereits dazu geführt, dass die Touristenzahlen in Sachsen im zweistelligen Prozentbereich eingebrochen sind.

Den hohen Preis für diese fremdenfeindlichen Vorkommmisse tragen im Endeffekt nicht nur die weltoffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tourismusbranche, sondern die gesamte Wirtschaft sowie die Einwohnerinnen und Einwohner vor Ort, die Fremdenfeindlichkeit ablehnen.

Gerade die Reisebranche greift im Bereich der Fach- und Servicekräfte auf Menschen mit Migrationshintergrund zurück, um der zunehmenden Internationalisierung gerecht zu werden und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Viele Arbeitsplätze sind also durch Fremdenfeindlichkeit in Gefahr, schilderte Michallik zu den Auswirkungen.

Die SPD im Landkreis Verden setzt mit ihrem Wirken deshalb ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und wird alle diejenigen unterstützen, die sich gegen Rechtsextremismus wehre, so der SPD-Kreisvorsitzende sehr deutlich. Gleichzeitig müssen wir Menschen, die diese Übergriffe zu verantworten haben auch rechtssicher verfolgen und verurteilen. Fremdenfeindlichkeit und Tourismus passen nicht zusammen, so Bernd Michallik abschließend.