Erdbeben und Ablehnung der Erdgasförderung

Die SPD kümmert sich: Wieder wurden wir Gegner der Erdgasförderung bei dem Bestreben die Förderung auf städtischem Gebiet, aber auch auf Landkreisgebiete zu unterbinden, bestätigt. Durch das seit langem stärkste Erdbeben mit einer Stärke von 3,2, welches auch im Stadtgebiet sehr deutlich zu spüren war, aber auch bis in die Randgebiete von Bremen wahrgenommen wurde, wird deutlich, dass die Ablehnung der Erdgasförderung seitens der SPD Fraktion berechtigt ist.

Bürger der Stadt und betroffene Gebiete haben einmal mehr am Freitagabend um 19:45h Angst um ihr Hab und Gut gehabt. Wir von der SPD Verden haben neben mehreren Anträgen, die wir im Stadtrat eingebracht haben, auch durch die Einbindung der Vertreter im Landtag und Bundestag sehr deutlich unsere Position gegen den Ausbau der Förderstätten, aber auch der Verpressung von Lagerstättenwasser bezogen. Letzteres gefährdet im Trinkwasserschutzgebiet Scharnhorst unser Trinkwasser, weil niemand genau sagen kann, was bei einem Erdbeben in den Erdschichten mit den eingelagerten Abwässern passiert und welche Wege es dort dann nimmt.

Die Stärke möglicher weiterer Erdbeben, so ist meine Prognose, wird erheblich zunehmen. Hierfür sind die Steigerung der Fördervolumen und der Ausbau von Bohrstellen verantwortlich. Dieses zeigen auch die Erfahrungen im holländischen Groningen.

Jetzt wird es darauf ankommen, dass wir parteiübergreifend dafür sorgen, dass die Fördervolumen und dem Ausbau der Erdgasförderung Grenzen gesetzt werden und so die Erbbebenhäufigkeit und Intensität sinken kann.

Weit im Vorfeld der jetzigen Ereignisse haben sich Knut Heinisch und ich uns im Auftrag der SPD Stadtratsfraktion mit Vertretern der BI Walle (Miriam Ohr, Martin–P. Busch und Karl-Heinz Narten) getroffen und in einem ausführlichem Gespräch darüber gesprochen, wie die Politik der BI helfen kann. Anliegen, Sorgen und Wünsche wurden besprochen und weitere Gespräche wurden verabredet. Dabei wurden auch weitere anstehende Aktionen angekündigt.