Randolph Fries warnt vor überzogenen Mietsteigerungen

Jette Plenge freut sich über steigende Mitgliederzahlen - Jahreshauptversammlung des Mietervereines für den Landkreis Verden Verden/Landkreis (hm). Randolph Fries, Präsidiumsmitglied des Deutschen Mieterbundes (DMB) und zugleich Landesgeschäftsführer in Niedersachsen-Bremen der Mieterorganisation sowie Niedersachsens oberster Verbraucherschützer, war prominentester Teilnehmer und Akteur auf der Jahreshauptversammlung des Mietervereines für den Landkreis Verden, die

Vorstand Mieterverein

am Dienstagabend im Verdener "Akzent-Hotel-Holtje" von der Vorsitzenden Jette Plenge moderiert wurde. Nicht nur Mitglieder, sondern auch interessierte Gäste waren wie es gute Tradition ist herzlich willkommen.

 

Begonnen wurde jedoch mit der Ehrung langjähriger verdienter Mitglieder durch die Vorsitzende Jette Plenge.

Dabei wurde der Verdener Werner Possin für 40jährige Mitgliedschaft mit der Goldenen Ehrennadel der Mieterorganisation ausgezeichnet. Silberne Ehrennadeln bekamen die Verdener Rainer Gotzen und Gisela Petersen sowie die Achimerin Dorothea Helms für 25jährige Treue im Mieterverein. Dazu gab es entsprechende Ehrenurkunden und ein Dankeschön-Präsent.

 

Das Referat von Randolph Fries stand unter der Themenstellung "Schon wieder eine Mieterhöhung? zweifellos im Blickpunkt der Tagung. Zu Beginn lobte er jedoch etliche Verbesserungen für die Mieterhaushalte durch die Bundesregierung. Dabei nannte er die Mietpreisbremse, die Wohngelderhöhung sowie die Forcierung des Sozialen Wohnungsbaus durch Bund und Land.

 

Fries warb bei den Vermietern um Verständnis dafür, auf Mieterhöhungen möglichst zu verzichten, da der Erfahrungsschatz der Mieterorganisation zeige, dass viele Mieterhöhungen die Mieter an die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit bringen. Auch bestehe die Befürchtung. dass durch unangemessene Mieterhöhungen das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mieter oft gestört wird. Deshalb sei es auch sinn-

voll, dass  Mieter sich bei einer angekündigten Mieterhöhung von ihrer Organisation beraten lassen. Aus den Untersuchungen des Deutschen Mieterbundes gehe nämlich hervor, dass Mieterhöhungen häuftig nicht rechtens sind und ihnen daher immer öfter widersprochen werden müsse.

 

Danach stellten Rechtsanwältin Jette Plenge den Geschäftsbericht und Monika Wille den Kassenbericht vor. Plenge hob hervor, dass die Beratungsstunden des Mietervereines in den Städten Verden, Achim und Syke immer gut frequentiert sind und stetig zunehmen. Besondere Beratungsschwerpunkte seien die Heiz- und Betriebskostenabrechnungen, Prüfung von Mieterhöhungen, die Kündigungsproblematik sowie Maßnahmen gegen Schimmelbefall. Außerdem würden von Vermietern oft fragwürdige Mängellisten bei Wohnungs-wechseln erstellt.

 

Mittlerweile habe nach Aussage von Jette Plenge die Beratung über Telefon und Internet enorm zugenommen. Sie schätzte hier, dass der Beratungsanteil hier bei mindestens 40 Prozent liege. Monika Wille konnte als Finanzverantwortliche der Mieterorganisation auf steigende  Mitgliederzahlen, jetzt bereits über 1 100, sowie schwarze Zahlen im Kassenbestand verweisen. Anschließend erfolgte der ausführliche Revisionsbericht von Heinz Möller, der prognostizierte, dass auf Grund der soliden Kassenführung zumindest mittelfristig keine Beitragserhöhungen anstehen. Die Entlastung des Vorstandes auf Antrag von Möller war danach Formsache und erfolgte einstimmig.