Heinz Möller: Rentenversicherungspflicht für Selbständige kann das Problem lösen

Verden/Landkreis. Heinz Möller, Verdener SPD-Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses beim Landkreis Verden, hat sich in der aktuellen Diskussion um eine Rentenversicherungspflicht für Selbständige klar positioniert. Seiner Ansicht nach ist eine Versicherungspflicht die beste Möglichkeit, um Selbständige vor Altersarmut zu schützen.

SPD-Sozialpolitiker Heinz Möller dazu im Pressedienst der Kreis-SPD: "Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Selbständigen im letzten Jahrzehnt erheblich gestiegen ist, ist es höchste Zeit, sie in die gesetzliche Rentenversicherung als Akt der gesellschaftlichen Solidarität einzubeziehen. Gerade weil sich speziell unter den Soloselbständigen viele befinden, deren Verdienst kaum zum Leben reicht. Deshalb wird an eine ausreichende Altersvorsorge häufig nicht gedacht. Doch nur wer für das Alter vorsorgt, ist vor Armut im Alter weitgehend geschützt", folgert Möller.

 

Für den SPD-Kreistagsabgeordneten entspricht eine Versicherungspflicht auch den Mobilitätsbedürfnissen einer modernen Arbeitswelt. Schließlich führen der Wechsel beziehungsweise die fließenden Grenzen zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbständigkeit aktuell schon zu erheblichen Problemen bei der Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

 

Das Ziel muss daher sein, so Heinz Möller, langfristig alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenver-sicherung einzubeziehen. Außerdem muss verhindert werden, dass das bundesdeutsche Alterssicherungssystem weiter aufgesplittet wird.

 

Die Ausdehnung der Versicherungspflcht auf Selbständige wäre für den SPD-Sozialpolitiker ein erster Schritt in die richtige Richtung zur Schaffung einer Erwerbstätigenversicherung unter dem Dach staatlicher Solidarität für alle Beschäftigten in unserer Gesellschaft.