Fritz-Heiner Hepke: Kita-Ausbau muss wieder Fahrt aufnehmen!

Achim/Landkreis (hm). Der Achimer SPD-Kreistagsabgeordnete und SPD-Sozialpolitiker Fritz-Heiner Hepke hat im Pressedienst der Kreis-SPD die vom Statistischen Bundesamt jetzt vorgelegten Zahlen zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren analysiert und kommentiert. Danach ist die Anzahl der betreuten Kinder unter drei Jahren in der Kindertagesbetreuung um 3,7 Prozent gestiegen. "Seit Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kinderbetreuungsplatz im Jahr 2013 ist auch in allen Städten und

Gemeinden des Landkreises Verden viel erreicht worden, wobei die Kreisstadt Verden besonders hervorragt, sagte Hepke zu der Situation.

 

Dies sei jedoch allerorten kein Grund zum Ausruhen, so der SPD-Kreistagsabgeordnete und nennt dazu zwei Fakten, worüber der Betreuungsausbau nicht hinwegtäuschen könne: "Es fehlen nach wie vor Kitaplätze und die Kita-Öffnungszeiten müssen verbessert werden. Eine Kinderbetreuung muss qualitativ gut sein, wohnortnah und über Öffnungszeiten verfügen, die Eltern eine reguläre Beschäfftigung ermöglichen", fasst Fritz-Heiner Hepke seine Erkenntnisse zusammen.

 

Außerdem verliere nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes der Betreuungsausbau an Fahrt. "Bei allem berechtigten Stolz auf das bisher Erreichte, darf in den Anstrengungen für eine bessere quantitative und qualitative Betreuungsstruktur nicht nachgelassen werden", mahnt der SPD-Kreistagsabgeordnete auch in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an.

 

Der SPD-Sozialpolitiker ist außerdem von der Notwendigkeit einer regelhaften Beteiligung des Bundes sowohl an den Betreuungsausbaukosten als auch an den laufenden Kitakosten überzeugt, wie es der Landkreis Verden für die Kita-Einrichtungen in den Städten und Gemeinden vormache. Zwar habe der Bund für 2017 ein viertes Investitionsprogramm angekündigt, dieses löse aber nicht das Problem der dauerhaft zu tragenden Betriebs- und Personalkosten.

 

Hier seinen derzeit insbesondere die Kommunen, aber auch die Eltern und die Träger weitgehend auf sich gestellt. "Gerade wenn es um die Herstellung von Chancenge-rechtigkeit geht, darf die Nutzung des Bildungsangebotes von Kitas und Kindertagespflege  nicht von Herkunft, Wohnort oder Geldbeutel der Eltern abhängen", betont der SPD-Sozialexperte und AWO-Kreisvorsitzende Hepke ausdrücklich.

 

Schließlich werden in den ersten Lebensjahren die Grundlagen für die sozial-emotionale, körperliche und kognitive Entwicklung von Kindern gelegt. Der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, die die Grundlage für gerechtere Bildungschancen, kindliches Wohlbefinden und soziale Gerechtigkeit sind.