Dietmar Teubert: Armut von Kindern nicht hinnehmen

Verden/Landkreis (hm). Die jüngst veröffentlichten Daten aus dem Entwurf des fünften Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung bestätigen nach Ansicht von Dietmar Teubert, Kreisvorsitzender der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) und Vize-Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Landkreis Verden, erneut besorgniserregende Entwicklungen.

Dietmar Teubert

Der SPD-Kommunalpolitiker und AWO-Mann Teubert kommentierend: "Es ist wirk- lich eine Schande, dass so viele Kinder in Deutschland von Armut bedroht sind. Die Politik muss endlich reagieren und konkrete Schritte gegen die Armut von Kindern und Jugendlichen unternehmen."

Dazu nannte Teubert Daten und Fakten: Der Anteil der Kinder, deren Familien auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Bundesweit sind rund drei Millionen Kinder und Jugend- liche in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Demnach ist jedes fünfte Kind von Armut bedroht.

"Die Chancen auf ausreichend Teilhabemöglichkeiten an der Gesellschaft, also an Bildungs- und Freizeitangeboten, sind bei diesen Kindern erschreckend eingeschränkt. Deshalb ist es wichtig, dass die Bekämpfung von Kinderarmut als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen wird", betonte der AfA-Kreisvorsitzende.

Für die AfA im Landkreis Verden forderte Dietmar Teubert drei konkrete Schritte, um die materielle Situation von armen Kindern und Jugendlichen zu verbessern:

  1. Das soziokulturelle Existenzminimum von Kindern und Jugendlichen muss transparent und realistisch ermittelt und zuverlässig gewährleistet werden.
  2. Die Ungerechtigkeiten in der Familienpolitik sind abzubauen.
  3. Leistungen müssen einfacher gestaltet und für die Berechtigten leichter zugänglich sein.

Sozialdemokrat und AWO-Funktionsträger Teubert sieht in der Einführung der Kindergrundsicherung den richtigen Lösungsansatz, der alle drei Forderungen gleichermaßen umsetzt.

"Darüber hinaus ist es wichtig, hinreichende und qualitativ hochwertige Betreuungs- bzw. Bildungsangebote in Kita und Schule zu gewährleisten. Nur mit diesem Mix aus Geld und Infrastrukturleistungen können langfristig allen Kindern gute Bildungs- und Teilhabechancen eröffnet werden", betonte Teubert.