Hepke: Über Grundsicherung Kinderarmut vermeiden!

AWO-Kreisverband unterstützt Sozialministerin Rundt Verden/Landkreis (hm). "Eine Grundsicherung zur Vermeidung von Kinderarmut fordern wir als AWO-Kreisverband Verden schon seit Jahren. Erfreulich ist, dass sich nun auch die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt diesem Thema annimmt", freut sich AWO-Kreisvorsitzender und SPD-Sozialexperte Fritz-Heiner Hepke (Uphusen).

Fritz-Heiner Hepke

Zum Jahresabschluss 2016 erinnert Hepke daran, dass die AWO als anerkannter Wohlfahrtsverband Mitglied im Bündnis Kindergrundsicherung ist, um dort unter anderem mit dem Deutschen Kinderschutzbund und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) gegen die Folgen der Kinderarmut in Deutschland zu kämpfen. Dieses Ansinnen wurde jüngst auf der Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Wolfsburg eindrucksvoll bekräftigt, informiert AWO-Bundesdelegierter Hepke.

Konzeptionell fordert der AWO-Kreisverband gemeinsam mit dem AWO-Bun-desverband, so Fritz-Heiner Hepke weiter, dass sich der Betrag einer Kindergrundsicherung am sächlichen Existenzminimum sowie dem steuerlichen Freibetrag für Betreuung und Erziehung beziehungsweise Ausbildung (BEA) orientiert. Das heißt nach Hepkes Aussage, dass alle Kinder mit einer Kindergrundsicherung von 536 Euro monatlich abzusichern sind.

Die Kindergrundsicherung soll mit dem Grenzsteuersatz des elter-lichen  Einkommens versteuert werden, so dass ein Mindestbetrag von 280 Euro monatlich zu Grunde gelegt wird, welcher mit geringerem Familieneinkommen bis zu einem Höchstbetrag von 536 Euro steigt. Die Kindergrundsicherung soll bisherige Leistungen wie zum Beispiel Kindergeld, Kinderzuschlag, Sozialgeld und Unterhaltsvorschuss ersetzen. Die Leistug soll bis zum 18. Lebensjahr des Kindes an die Eltern durch die Familienkasse ausgezahlt werden. Sonder- oder Mehrbedarfe, etwa im Falle behinderter oder kranker Kinder sowie bei hohen Wohnkosten, sollen zusätzlich zur Kindergrundsicherung gezahlt werden.

Abschließend erinnert Sozialexperte Hepke daran, dass in Deutschland derzeit rund 2,1 Millionen arme Kinder leben. Mit gravierenden Folgen: Die Kinder haben keinen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und können damit nicht chancengerecht in unsere Gesellschaft hinein-wachsen. Sie können auch nicht teilhaben am normalen Leben ihrer Altersgenossen in der Schule sowie an all den wichtigen, gemeinschaftsbildenden Aktivitäten in der Freizeit.

"Kinderarmut ist nicht nur eine soziale, sondern auch eine ökono-mische Herausforderung, denn die Gesellschaft wie die Wirtschaft brauchen gut ausgebildete, tatkräftige und selbständige Bürgerinnen und Bürger. Dafür muss der Staat jedem Kind möglichst gleiche Chancen  gewähren", unterstreicht der AWO-Kreisvorsitzende und SPD-Sozialexperte Hepke.