Dörte Liebetruth: Bahn muss für vollständigen Lärmschutz sorgen

Verden (hm). Ergänzungswahlen zum erweiterten Vorstand, die Rechenschaftsberichte des Vorsitzenden Gerard-Otto Dyck und des Finanzverantwortlichen Jürgen Dunker, ein kommunalpolitisches Referat von Gunda Schmidtke sowie eine Einstimmung auf den Bundes- und Landtagswahlkampf durch Dr. Dörte Liebetruth standen am Donnerstagabend im Verdener Restaurant "Likedeeler" im Blickpunkt der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereines Verden.

Bei den Wahlen wurde Tarek Probst zum neuen Juso-Beauftragten im SPD-Ortsvereinsvorstand einstimmig gewählt. Zum Kassenprüfers wurde Kai Westermann ebenso einmütig gewählt. Eingangs der Tagung konnte Dyck gleich sieben neuen Mitgliedern das rote Parteibuch überreichen.“Der Schulz-Effekt macht sich auch in Verden bemerkbar“, konstatierte der SPD-Chef erfreut. In ihren Geschäftsberichten verdeutlichten Dyck und der SPD-Finanzverantwortliche Jürgen Dunker, dass der SPD-Ortsverein Verden für die anstehende Bundes- und Landtagswahl gut gerüstet und aufgestellt sei. Weiter stellte Dyck die gute Zusammenarbeit des SPD-Ortsvereinsvorstandes mit der SPD-Ratsfraktion und ihrem Fraktionsvorsitzenden Michael Otten heraus.

Schwerpunktthemen der SPD-Verden im Jahre 2017 sollen der Wohnungsbau und die Verkehrspolitik sein. Am 1. Mai wird der Ortsverein Verden im Anschluss an die DGB-Kundgebung eine Stadtführung zur Geschichte der Arbeiterbewegung mit Hermann Deuter anbieten. Ein gemeinsamer Domweihbummel von Ortsverein und Fraktion  und das SPD-Sommerfest sind ebenfalls bereits fest terminiert.

Das Miteinander ist die richtige Formel für das bevorstehende Wahljahr, meinte anschließend SPD-Landtagskandidatin Dr. Dörte Liebetruth in ihrem landespolitischen Grundsatzreferat. Dabei nannte sie die Leistungsbilanz der rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Weil sehr eindrucksvoll. Sie forderte die Deutsche Bahn auf, für vollständigen Lärmschutz an den hiesigen Bahnstrecken zu sorgen und als Verursacher dabei auch für die Kosten einzustehen. Liebetruth will sich auch dafür einsetzen, dass künftige Bahnhaltepunkte in Dauelsen und Walle auf der Tagesordnung bleiben.

Auch der ÖPNV sei durch die Landesregierung unter Federführung von Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies im Landkreis Verden vorangebracht worden, Immerhin würden hierfür jährlich 2,25 Millionen Euro in den Landkreis Verden fließen. Auch die Schulsozialarbeit werde entlich als Landesaufgabe anerkannt und vorangebracht. Außerdem sei die Sanierung und Modernisierung des Krankenhauses Verden erst durch neue Weichenstellungen in der Krankenhausfinanzierung durch Sozialministerin Cornelia Rundt möglich geworden. „Bei der CDU/FDP-Vorgängerregierung habe hier zehn Jahre Sendepause geherrscht“, so Dörte Liebetruth, die für die SPD den Wahlkreis von der CDU zurückgewinnen will.

Gunda Schmidtke stellt heraus, dass jetzt auch ein Gutachten belege, dass in Verden mindesten 500 neue Wohnungen in den nächsten Jahren benötigt werden. Genau dies hatte die SPD-Fraktion in einem Ratsantrag gefordert. Sie sprach sich anschließend für den Bau einer neuen Kindertagesstätte im Bereich der Ortschaften Dauelsen/Scharnhorst aus. Ebenso müsse neuer Schulraum für den Grundschulbereich geschaffen werden. Sie äußerte sich optimistisch dahingehend, dass in Verden auch Familienzentren kommen werden. Des weiteren sprach sich Gunda Schmidtke dafür aus, dass das Wohngebiet Meldauer Berg/Plattenberg für die Gemeinwesenarbeit erschlossen wird.

Das erste Foto, von Özge Kadah, zeigt einen Blick in die SPD-Jahreshauptversammlung, die auch durch eine eindrucksvolle filmische Grußbotschaft über die Arbeit der SPD-Bundestagsabgeordneten Christina Jantz-Herrmann aufgelockert wurde.

Und hier noch ein paar weitere Fotos der JHV: