Heinz Möller begrüßt „Arbeitslosengeld Q“

Verden/Landkreis (hm). Der SPD-Bundesvorstand hat jüngst auf Vorschlag von SPD-Kanzler-kandidat Martin Schulz das Konzept "Qualifizierung stärken, Versicherungsschutz verbessern" beschlossen. Dazu erklärte der Sprecher der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im Landkreis Verden, Heinz Möller, im Pressedienst der Kreis-SPD: "Der Vorstoß von Martin Schulz geht genau in die richtige Richtung. Wir stellen uns als Sozialdemokraten den

Heinz Möller

Herausforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt mit mehr Qualifizierung und Versicherungsschutz. Auch Niedersachsen muss den Spagat zwischen demografischer Entwicklung, Fachkräftemangel, Weiterbildung und Versicherungsschutz meistern."

Der Arbeitsmarkt wandelt sich. Nicht nur die Digitalisierung und veränderte Produktionsprozesse, sondern auch der demografische Wandel führen dazu, dass heute und künftig andere Tätigkeiten und Qualifikationen gebraucht werden.

AfA-Sprecher Heinz Möller dazu: "Lebenslanges Lernen und Qualifizierungen sind arbeitsmarktpolitische Instrumente, um Teilhabe und Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Auch der Landkreis Verden leidet unter Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung darf ebenfalls nicht unberücksichtigt bleiben. Deshalb begrüßt die SPD-Arbeitnehmerorganisation die Initiative für die Einführung eines neuen Arbeitslosengeldes Q sehr. Längere Phasen der Arbeitslosigkeit sollen demnach mit  einem Recht auf Weiterbildung genutzt werden. Das schafft Sicherheit und zusätzliche Motivation für eine berufliche Neuorientierung und sichert Unternehmen Fachkräfte und Beschäftigte auf einem hohen Niveau", ist sich Möller sicher.

Nach der SPD-Beschlusslage soll das neue Arbeitslosengeld Q für die Dauer der Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen eingeführt werden. Der Bezug soll nicht auf einen Anspruch auf Arbeitslosengeld (ALG) angerechnet werden. Nach Beendigung der Qualifizierungsmaßnahme setzt der Anspruch auf ALG erneut nach den bisherigen Regeln ein. Arbeitssuchende, die nicht direkt eine neue Stelle finden und sich gleichzeitig weiterqualifizieren, sollen länger Arbeitslosengeld beziehen als bisher. Arbeitslose, die innerhalb von drei Monaten keine neue Beschäftigung finden, sollen ein Angebot für eine Qualifizierungsmaßname erhalten, erläuterte Heinz Möller zum Hintergrund.