Heiko Oetjen: Bei der digitalen Schule bewegt sich etwas

Verden/Landkreis (hm). "Bei der Digitalisierung der Schule kommt derzeit einiges in Bewegung", freut sich der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Heiko Oetjen (Oyten). So lägen inzwischen erste konzeptionelle Vorschläge für die Ausgestaltung des Digitalpaktes des Bundes vor, berichtete er vor der sozialdemokratischen Kreistagsfraktion und dem SPD-Kreisvorstand im Verdener Hotel Niedersachsenhof. "Wenn es nach den Bundesländern geht, die in den Startlöchern stehen, kann noch vor dem Sommer eine

Heiko Oetjen

Vereinbarung über das Fünf-Milliarden-Programm zustande kommen. Jetzt muss vor allem Bildungsministerin Wanka (CDU) in die Pötte kommen und eine Finanzierungszusage von Finanzminister Schäuble vorlagen", so der SPD-Fraktionschef.

Für den SPD-Kreispolitiker sind bei der Umsetzung des Digitalpakts vor allem drei Eckpunkte von entscheidender Bedeutung: "Alle Schulen, auch Grundschulen, brauchen eine vernünftige Breitband-Versorgung", macht Heiko Oetjen deutlich. "Und dabei darf es nicht nur um die Anschlusskosten gehen. Es muss auch über die Dauerkosten für einen praxisgerechten Provider-Vertrag gesprochen werden".

Als zweiten Punkt nennt Oetjen die Verkabelung der Schulen sowie WLAN bis in die Unterrichtsräume. "Da es sich dabei um Investitionskosten mit Abschreibungszeiten von einigen Jahren handelt, muss hier eine mögliche Bundesförderung ebenfalls in Betracht gezogen werden", findet der stellvertretende Bürger-meister der Gemeinde Oyten. Der dritte Eckpunkt sollte nach Heiko Oetjens Vorstellung die Ausstattung mit Präsentationstechnik sein. "Dabei wird es aber bei der Frage, welche Endgeräte in Schülerhand kommen, auf das jeweilige Medienkonzept der Einzelschule ankommen", erläuterte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

"Es ist wichtig, dass auch jüngere Schülerinnen und Schüler schon verstehen, wass zum Beispiel hinter Apps steckt, so SPD-Mann Oetjen. "Es geht darum, auch für junge Menschen Grundlagen zu schaffen, damit diese sich als mündige digitale Bürgerinnen und Bürger kritisch mit der digitalen Medienwelt auseinandersetzen können".