Gemeinsam für kurze Wege zu einer guten Gesundheitsversorgung

SPD-Kreistagsfraktion informiert sich im Verdener Krankenhaus Über das neue Herzkatheterlabor, das in Kürze eröffnet wird, und den Planungsstand für das künftige Verdener Bettenhaus hat sich die SPD-Kreistagsfraktion gemeinsam mit SPD-Landtagskandidatin Dr. Dörte Liebetruth und Bürgermeister Lutz Brockmann in der Aller-Weser-Klinik in Verden informiert. Der Ärztliche Direktor Dr. Peter Ahrens und der für das

Der neuen Herzkathetermessplatz

neue Herzkatheterlabor verantwortliche kardiogische Chefarzt Ralf Weßel erläuterten, wie der neue mit modernster Technik und als Hybrid-OP ausgestattete Bereich funktioniert. Anschließend stand Klinik-Geschäftsführerin Marianne Baehr Rede und Antwort zum geplanten Bettenhausneubau.

Auf Nachfrage von Dörte Liebetruth berichtete Chefarzt Ralf Weßel, dass rein rechnerisch im Landkreis Verden um die 250 Herzinfarkte pro Jahr auftreten würden. Im Fall des Falles komme es auf Schnelligkeit an. Bürgermeister Lutz Brockmann freute sich, dass es für Patienten aus dem Landkreis durch das neue Herzkatheterlabor nun kurze Wege zur Medizin auf dem neuesten Stand der Technik gebe. Allein die neue Technik habe um die 360.000 Euro gekostet, in die neuen Räumlichkeiten seien etwas über eine Million Euro an Mitteln des Krankenhausträgers geflossen. Am Samstag, 16. September steht das neue Herzkatheterlabor für alle Interessierten offen.

SPD-Kreistagsfraktionschef Heiko Oetjen und Dörte Liebetruth waren sich einig: „Eine gute und wohnortnahe Krankenhausversorgung gehört zur Daseinsvorsorge.“ Heiko Oetjen hob hervor, dass die beiden großen Parteien den Neubau des Bettenhauses in Verden und den Ausbau der geriatrischen (altersmedizinischen) Abteilung in Achim deswegen als einen der wesentlichen Punkte in ihre Vereinbarung zur Zusammenarbeit in der laufenden Kreiswahlperiode 2016 bis 2021 aufgenommen haben. Der Ärztliche Direktor Dr. Peter Ahrens lobte die sachliche und gute Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg, die es im Landkreis Verden gebe.

Mit dem neuen Bettenhaus, in dem es nur Ein- und Zweibettzimmer geben wird, werde die Aller-Weser-Klinik den Komfort für die Patienten erhöhen und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessert, so Geschäftsführerin Marianne Baehr. Die Anzahl der Klinikbetten werde von derzeit 126 auf 151 nach Abschluss der Bauarbeiten voraussichtlich im Jahr 2021 erhöht. Beginnen sollen die Bauarbeiten 2018. Marianne Baehr berichtete, dass die Niedersächsische Landesregierung grünes Licht für eine Förderung des Verdener Krankenhausbauvorhabens in Höhe 30 Millionen Euro aus dem Sonder-Investitionsprogramm zur Sicherung der Krankenhausstruktur in Niedersachsen gegeben hat.

Dörte Liebetruth erläuterte, nach der positiven Entscheidung des Kabinetts bekomme nun der Landtag Gelegenheit, zum für Verden wichtigen Sonder-Investitionsprogramm und dem Krankenhaus-Investitionsprogramm 2017 Stellung zu nehmen. In den Jahren 2016 bis 2020 stelle die Landesregierung insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro für Investitionen in Niedersachsens Krankenhäuser bereit, so Liebetruth. Die SPD-Kreistagsfraktion begrüßte, dass auch eine Förderung des Verdener Bettenhauses vorgesehen sei. Wie wichtig die Zukunftsinvestitionen ins neue Bettenhaus aber auch in den Herzkatheter-Messplatz seien, hob Klinikgeschäftsführerin Marianne Baehr abschließend hervor: „Das hilft uns auch, neue heiß umworbene Fachkräfte für die Aller-Weser-Klinik zu gewinnen!“