Bernd Michallik: Wachsende Lohnungleichheit bekämpfen

Landkreis Verden (hm). In seiner wöchentlichen Kolumne im Pressedienst der Kreis-SPD hat SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik (Langwedel) dazu aufgerufen, die wachsende Lohnungerechtigkeit in Deutschland zu bekämpfen. Er fordert dazu, die aktuelle Debatte über die Kluft zwischen arm und reich in unserem Land mit geeigneten Maßnahmen für eine gerechtere Einkommensverteilung zu begegnen.

Bernd Michallik

Bernd Michallik dazu: "Trotz der zuletzt wieder gestiegenen Reallöhne zeigt sich in Deutschland eine wachsende Lohnungerechtigkeit. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sondern vielmehr das Ergebnis einer jahrzehntelangen Umverteilungspolitik von unten nach oben. Deshalb ist es auch richtig, dass die deutsche Sozialdemokratie das Thema "Soziale Gerechtigkeit" ganz oben auf ihre Agenda gesetzt hat. Gerade im Niedriglohnbereich hat es nämlich trotz Durchsetzung des Mindestlohns durch die SPD in den vergan-genen Jahren keine ausreichenden Lohnzuwächse gegeben".

Diese Entwicklung hält der SPD-Kreisvorsitzende für nicht hinnehmbar. Der Kluft zwischen arm und reich in unserem Land muss deshalb mit einer Debatte um eine gerechtere Einkommensverteilung begegnet werden. Zu dem bedarf es einer ausgewogenen Steuer- und Sozialpolitik, um die wachsende Lohnungleichheit zu bekämpfen.

Damit alle Beschäftigten gleichermaßen von dem Wirtschaftswachstum und der guten Gesamtlage in Deutschland profitieren können, so Bernd Michallik, müssen insbesondere die Tarifverhandlungen durch die Sozialpartner gestärkt werden. Daneben bedarf es weiterer Maßnahmen, mit denen der Niedriglohnsektor eingedämmt und so dazu beigetragen wird, dass mehr Menschen ein auskömmliches Einkommen erwirtschaften können.

Deshalb setzt sich die SPD auch seit Längerem für allgemein verbindliche Tarifverträge für die sozialen Arbeitsfelder ein, um eine tarifliche Aufwertung der sozialen Berufe zu erreichen und somit auch der finanziellen Gleichstellung von Frauen und Männern zu dienen.

"Was wir brauchen, ist eine systematische und diskriminierungsfreie Bewertung der Arbeitsleistung, gerade auch um die Gleichstellung der sozialen mit den technischen Berufen im Hinblick auf Qualifizierung und Bezahlung voranzutreiben. Nur so kann es gelingen, Lohnungleichheiten zu überwinden und den solidarischen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken", folgert SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik.