Direktvermarktung im Fokus

Bald ist es wieder soweit: Am 24. September steht - neben der Bundestagswahl - wieder das große Kürbisfest auf dem Hof der Familie Hertz-Kleptow in Alt-Ohlenstedt an. Schließlich haben die Winterkürbisse - wie der bekannte Hokkaido-Kürbis - Saison. In Begleitung von Kreislandwirt Stephan Warnken stattete ich dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie jetzt bereits im Vorfeld einen Besuch ab.

Gemeinsam mit Stephan Warnken auf dem Hof der Familie Hertz-Kleptow.

Anlass war das Thema Direktvermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, denn in diesem Bereich sind die Hertz-Kleptows immer wieder neue Wege gegangen.

Im zweistündigen Gespräch erfuhr ich viel über die Entwicklung des Hofes, auf dem neben dem Kürbisanbau unter anderem auch 250 Freilandhühner zur Eierproduktion gehalten werden. Christiane Hertz-Kleptow und ihr Mann Gustav haben beide eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert und betreiben ihren Hof seit 1980. Die langjährige Haltung von Milchvieh wurde im letzten Jahr eingestellt. Inzwischen werden hier über 80 Sorten Kürbisse angeboten. Highlight auf dem Hof ist seit 17 Jahren das Kürbisfest, das nunmehr traditionell immer am vierten Sonntag im September stattfindet.

Vertrieben werden die Erzeugnisse direkt auf dem Hof. Ein spannender Termin also für mich, denn als Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft befasse ich mich schwerpunktmäßig mit der für die Region so wichtigen Landwirtschaft. Von Anfang an haben die Herzt-Kleptows dabei den Kunden im Blick gehabt. Sie kommen seinen Bedürfnissen entgegen und bieten ihm ein Erlebnis. Hier wurde mit ganz viel Herz, aber noch mehr Verstand, ein ganz eigenes Angebot geschaffen. Unternehmerisches Denken macht sich hier bezahlt.“ Kreislandwirt Warnken hob hervor, dass sich deutsche Landwirtschaft wieder diversifizieren müsse, um auf dem europäischen und dem Weltmarkt attraktiv zu bleiben.

Damit war man bei den größeren Zusammenhängen angelangt. Kritisch beurteile ich gemeinsam mit den Landwirten die Rahmenbedingungen und die derzeitige Förderkulisse, die den strukturellen Wandel in der Landwirtschaft – hin von kleineren zu immer größeren Höfen – vorantreibt.