Petra Roselius warnt vor Pflegenotstand – Mehr Wertschätzung gefordert

Landkreis/Thedinghausen (hm). Petra Roselius, Vorsitzende des SPD-Ortsvereines Thedinghausen und Vize-SPD-Kreisvorsitzende, hat im Pressedienst der Kreis-SPD vor einem Pflegenotstand in Krankenhäusern und Betreuungseinrichtungen gewarnt und schnelle bundespolitische Maßnahmen gefordert, um noch schlimmeren Personalengpässen zu begegnen. Dabei berichtete die praktizierende Krankenschwester aus ihrem angespannten Berufsalltag und äußerte sich insbesondere "zum Beruf der Pflegenden".

Petra Roselius

Petra Roselius warb dafür bei den Pflegeberufen „ zweigleisig“ zu verfahren. Dazu müsse  mehr „ positive“ Aufklärung und „ positive“ Werbung für den Beruf der Pflegenden betrieben werden: "Denn es gibt auch viele Pflegekräfte, die trotz immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen Ihren Job noch gerne machen. Gleichzeitig muss auch an den zu verbessernden Arbeitsbedingungen in der Pflege gearbeitet werden", betont Roselis, die auch dem Vorstand der SPD-Arbeitsgemeinschaft im Gesundheitswesen des SPD-Bezirkes Nord-Niedersachsen angehört.

Was aber gänzlich bei der Pflegedebatte vergessen werde, so Roselius bedauernd,  sei die Wertschätzung der Pflegenden, die oft schon 30 Jahre in der Pflege tätig sind und noch mindestens 13 Jahre bis zur Rente arbeiten müssen. Die jahrelang Personaleinsparungen, das vermehrte Patientenaufkommen mit verkürzten Liegezeiten aufgefangen haben und den ewigen Sparzwang aushalten mussten.

Zudem immer das Argument der kommunalen Pflegeeinrichtungen zu hören, wenn wir keine „ Schwarze Null schreiben“ sind Eure Arbeitsplätze gefährdet. Dieses Druckmittel vernimmt Petra Roselius seit vielen Jahren und ist empört über diesen Umgang mit den Beschäftigten, der nicht auf Wertschätzung beruht.

Abschließend stellt sich Roselius die Frage,  warum es es für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Pflege keine Vergünstigungen gibt, wie dies doch in anderen Berufen des öffentlichen und privaten Dienstes durchaus üblich sei? Das würde auch eine gute Werbung für die nachfolgenden Generationen sein, findet die Krankenschwester.