Michallik: Bund unterstützt Weiterbildung bei Digitalisierung – Kleine und mittlere Unternehmen sollten Angebote nutzen!

Verden/Landkreis (hm). „Mit dem Inkrafttreten des Qualifizierungschancengesetzes von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) haben Beschäftigte seit Jahresbeginn umfassenden Zugang zur Weiterbildungsförderung der Bundesagentur für Arbeit, wenn sie vom digitalen Wandel betroffen sind oder sich in einem Beruf weiterbilden wollen, in dem Fachkräftemangel herrscht“. Darauf hat jetzt SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik (Langwedel) in einer Pressemitteilung aufmerksam gemacht. „Auch für die Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Betriebe ist das ein gutes Anbebot. Ich werbe daher auch bei uns im Landkreis Verden für diese neue Leistung.“

Die Unternehmen erhalten nach Größe gestaffelt bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten und bis zu 75 Prozent Lohnzuschuss. Engagieren sich die Sozialpartner in Sachen Weiterbildung, so wird dies unter bestimmten Voraussetzungen bei der Höhe der Zuschüsse positiv berücksichtigt. Weiterbildungs- und Qualifizierungsberatung werden Bestandteil des Beratungsangebots der Bundesagentur für Arbeit. Auf diese Beratung haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Recht, informiert Michallik.

„Diese Qualifizierungsoffensive ist auch ein wichtiger Schritt, um die Arbeitslosenversicherung zu einer stärker vorausschauend agierenden Arbeitslosenversicherung weiterzuentwickeln“, ergänzt SPD-Sozialpolitiker Heinz Möller als Sprecher der SPD-Arbeitnehmerorganisation AfA. Möller weist darauf hin, dass Unternehmen in der Regel umso weniger für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter tun, je kleiner sie sind.

„Jeder zweite Kleinst- und jeder vierte Kleinbetrieb unterbreitet seinen Beschäftigten überhaupt kein Weiterbildungsangebot. Deshalb ist es gut und sinnvoll, dass diese Firmen über das neue Gesetz besonders stark gefördert werden“, betont AfA-Sprecher Möller.

Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten können durch das Gesetz des SPD-Ministers Heil bs zu 100 Prozent der Lehrgangskosten und einen Zuschuss zum Lohn von 75 Prozent erhalten, solche mit unter 250 Arbeitnehmern immerhin bis zu 50 Prozent an Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt. Bei noch größeren Firmen fallen zu Zuschüsse geringer aus. Heinz Möller:“Für viele Unternehmen und deren Mitarbeiter in unsere mittelständisch geprägten Wirtschaft im Landkreis Verden ist das ein interessantes Angebot und gutes Signal.“

Da die Digitalisierung die Art und Weise verändert wie in Zukunft gearbeitet und produziert wird,erhalte die Weiterbildungsördeung eine größere Bedeutung, ist SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik überzeugt. „Es geht darum, auch in Zukunft qualifizierte Arbeitsplätze zu sichern. Und da der Arbeitsmarkt der Zukunft zunehmend von flexiblen Arbeitsformen geprägt sein wird, müssen Arbeitnehmer in kurzfristigen Beschäftigungsverhältnssen auch besser geschützt werden. Die Angebote des Qualifizierungschancengesetzes sind deshalb ein wichtiger Baustein dafür, Arbeitslosigkeit zu verhindern, bevor sie entsteht“, betont Bernd Michallik.

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