Dietmar Teubert: Azubi-Mindestlohn nicht schlecht reden – Ohne Moos nichts los!

Verden/Landkreis (hm). „Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit und der Wertschätzung von beruflicher Ausbildung, sondern stärkt auch das duale Ausbldungssystem.“ Diese Auffassung bekundete AfA-Kreisvorsitzender Dietmar Teubert (Verden) aus aktuellem Anlass jetzt vor der sozialdemokratischen Arbeitnehmerorganisation im Landkreis Verden (AfA) mit großem Nachdruck.

 

Teubert: „Es ist sehr bedauerlich, wenn jetzt von Konservativen die gleiche Debatte, die schon zur Verhinderung des gesetzlichen Mindestlohnes ohne realen Hintergrund und ohne Erfolg geführt worden ist, bei der Berufsausbildung erneut bemüht wird.“ Er bekräftigte vor der AfA, dass eine zu große Spreizung bei den Ausbildungsvergütungen und eine absolut unzureichende Vergütung in manchen Bereichen nicht weiter hingenommen werden dürften.

 

„Wir wollen schließlich zusammen alle inteessierten jungen Menschen für die duale Ausbildung motivieren und sie auch in dieser Ausbildung halten. Die Ausbildungsvergütung ist hierfür durchaus ein wichtiges Argument. Das haben doch auch längst viele Arbeitgeber erkannt, die nicht zuletzt aus diesen Gründen die Ausbildungsvergütung in den letzten Jahren angepasst und erhöht haben, denn ohne Moos nichts los“, so SPD-Mann und Gewerkschafter Teubert.

Er stellte klar, dass eine Mindestausbildungsvergütung dieses positive Engagement von Unternehmen gar nicht berühren würde. Ganz im Gegenteil könnten die Unternehmen mit fairen und guten Ausbildungsvergütungen auch gegenüber einer akademischen Ausbildung ausdrücklich werben und sollten dies auch tun.

„Was aber nicht geht, dass auch bei den Ausbildungsvergütungen ein Dumping betrieben wird, das am Ende allen Beteiligten schadet“, so der Verdener SPD-Kommunalpolitiker. Die AfA fordert deshalb gemeinsam mit der SPD auf der Basis eines Urteils des Bundesarbeitsgerihtes als Mindestausbildungsvergütung 80 Prozent der durchschnittlichen Tarifleistungen. „Solange nicht alle Auszubildenden unter dem Schutz starker Tarifverträge stehen, ist die Mindestvergütung für uns eine Brücke,“ bekräftigte der AfA-Kreis-vorsitzende.

Auch wirbt die SPD-Arbeitnehmerorganisation dafür, die Mindestausbildungsvergütug an die Tarifleistungen, und nicht an das BAföG zu binden. Betriebsratsmitglied Teubert: „Auszubildende sind keine Schüler, sondern Teil des Betriebspersonals in den Betrieben, und ihre Vergütung ist keine Sozialleistung, sondern eine Anerkennung für geleistete Arbeit in Ausbildung.“

Der AfA-Kreisvorsitzende hofft jetzt darauf, dass es bei weiteren Verhandlungen zwischen Unionsparteien und SPD zu einem tragbaren Kompromiss kommt, der auch zur Stärkung der beruflichen Bildung und speziell des Dualen Systems beiträgt.

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