Leserbrief von Michael Otten, SPD–Fraktionsvorsitzender im Verdener Stadtrat, zum Bericht im Sonntags-Tipp vom 24.03.2019 „Druck auf dem Kessel“

Michael Otten
In dem Artikel wird der Eindruck erweckt, als sei das Problem der Wohnungsknappheit in Verden nicht seit Jahren hinlänglich bekannt. Hierbei scheint Herr Richter gerade erst erkannt zu haben, was die SPD Fraktion im
Verdener Stadtrat bereits im Oktober 2015 veranlasst hatte mit einem „Antrag zur Schaffung von 500 zusätzlichen Mietwohnungen“ die Stadt Verden zur Förderung des Wohnungsbaus in Verden aufzufordern. Entscheidend hierbei: Die Förderung des Schaffens von sog. “bezahlbarem“ Wohnraum, was mittelbar auch durch die Steigerung des Wohnungsbaus insgesamt erreicht wird.
Seitdem hat die Stadt Verden unter der Leitung von Bürgermeister Lutz Brockmann auf vielfältige Weise aktiv den Wohnungsbau in Verden gefördert. Als gewissermaßen erste Maßnahme wurde eine “Arbeitsgruppe Wohnungsbau“ aus allen Ratsfraktionen ins Leben gerufen um Zielgerichtete Entscheidungen des Rates voran zu treiben. Auf Vorschlag des Bürgermeisters hat der Rat 2016 einen Wohnbaufonds mit 1 Mio.€ im Haushalt bereitgestellt. Hieraus hat die Stadt erste Maßnahmen zur Schaffung von Bauland bzw. für neue Mietwohnungen beschlossen.
Diese Maßnahmen zeigen bereits Wirkung. Das Landesamt für Statistik zählte 2015 und 2016 insgesamt 199 neue Wohnungen in Verden und Baugenehmigungen für 262 weitere Wohnungen. Aktiv schafft die Stadt neue Baurechte und zusätzliche Bauplätze für Eigenheime und Mehrfamilienhäuser. In dem Baugebiet Neumühlen III wird es auch Reihenhausgrundstücke geben, womit der Neubau von “bezahlbaren“ bzw. günstigeren Eigenheimen gefördert wird. All diese Neubaugebiete ermöglichen mindestens 300 neue Wohnungen. Bei zwei Neubauvorhaben hat die Stadt mit den Investoren eine Quote von 20% preisgebundenen Mietwohnungen vereinbart. Eine Quote von 50% preisgebundene Mietwohnungen hat der Rat für die Ausschreibung des städtischen Bauplatzes in Dauelsen beschlossen.
Weil der Markt noch immer zu wenig preiswerte Mietwohnungen schafft, soll der Rat zeitnah beschließen, den Neubau des Bürgertreff um ein Ober- und Dachgeschoss für Mietwohnungen zu ergänzen. Die Stadt kann und soll selbst mindestens 50 preisgünstige kleinere Mietwohnungen bauen. Die Brachfläche in der Ludwigstraße und der Acker an der Bremer Straße sind ideale neue Wohngebiete für lebenswerte Quartiere mit Eigenheimen, Eigentumswohnungen und Mietwohnungen.
Richtig ist die hohe Nachfrage nach Mietwohnungen. Aufgrund des Zuwachses an Arbeitsplätzen und der hohen Lebensqualität in Verden, wollen viele Menschen gerne in unserer Stadt wohnen. Daher wird die SPD-Fraktion wie auch unser Bürgermeister Lutz Brockmann den Wohnungsbau und insbesondere auch den Mietwohnungsbau in Verden auch in Zukunft tatkräftig vorantreiben.
Michael Otten
SPD-Fraktionsvorsitzender

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