Mahl der Arbeit mit Wiard Siebels – Gute Arbeit stand im Blickpunkt

Verden/Landkreis (hm). Auch in diesem Jahr konnte sich Moderator Dietmar Teubert am Freitagabend  im Restaurant „Verdener Wappen“ über ein volles Haus freuen. Der Grund: Die sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Landkreis Verden (AfA) veranstaltete gemeinsam mit der Kreis-SPD und dem SPD-Ortsverein Verden mit Bernd Michallik und Gerard-Otto Dyck an der Spitze wieder ihr traditionelles „Mahl der Arbeit“, welches als Veranstaltungsformat auf einer Idee des unvergessenen früheren Bundes-bauministers und Gewerkschafters Karl Ravens beruht. Als engagierte Diskussionsteilnehmerin war auch SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Dörte Liebetruth dabei.

 

Begonnen wurde die Veranstaltung mit einem arbeitnehmer- und sozialpolitischen Grußwort von Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann. Ehrengast und Hauptredner auf der Arbeitnehmertagung im Vorfeld des 1. Mai war in diesem Jahr der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Wiard Siebels (41). Siebels vertritt den Wahlkreis Aurich seit 2008 mit Direktmandat im Landtag.

Brockmann bezeichnete  Verden als eine Stadt in der sich Arbeitnehmer und Wirtschaft zugleich wohlfühlen können. Immerhin sei in der Kreisstadt seit 2004 die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze um 3000 gestiegen, was für die hier pulsierende Wirtschaft und gute Arbeits- und Lebensbedingungen spreche.

 

Er führte dies auch darauf zurück, dass sich Verden zu einer familienfreundlichen Stadt mit guten Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen entwickelt habe. Auch die Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche seien zu einem Renner geworden und die neue Campusoberschule fördere geradezu die „Lust am Lernen“.

 

Auf dem „Mahl der Arbeit“ sprach danach Wiard Siebels  zum Thema „Gute Arbeit“. Gleich eingangs bezeichnete er „Arbeit und Soziales“ als Kernthemen der SPD, um verlorenes Vertrauen für die deutsche Sozialdemokratie zurückzuholen. Hierbei sei die SPD jetzt gut positioniert. Der Redner sprach sich sowohl für einen deutlich höheren Mindestlohn und für eine gute Rente aus, die einen Lebensabend in Würde gewährleisten müsse. Dies gelinge aber nur, wenn die Rente teilweise auch steuerfinanziert werde.

 

Wütend war der Redner auf die Arbeitsbedingungen der Paketboten. „Dies ist moderne Sklaverei“, schimpfte Siebels und forderte zugleich, klare gesetzliche Regelungen für angemessene Arbeitsbedingungen und eine wesentlich bessere Bezahlung. Seine Partei müsse außerdem  zum Garanten dafür werden, dass für soziale Sicherheit im digitalen Wandel gesorgt wird. Maßstab müsse sein, so Wiard Siebels, bei der Digitalisierung den Wandel der Arbeit sozial gerecht zu gestalten, damit alle Beschäftigten am Fortschritt teilhaben. „Wer die Chancen der Digitalisierung für die Beschäftigten nutzen will, muss ihnen Sicherheiten geben“, betonte er.

 

Ferner sprach Siebels von Weiterbildung als Schlüssel für die Gestaltung der Zukunft. Deshalb werde die SPD-geführte Landesregierung auch bei der Erwachsenenbildung nicht knausern, sondern die Mittel hierfür erhöhen. Der SPD-Politiker warb für eine neue Kultur der Qualifizierung und des lebensbegleitenden Lernens. Deshalb setze ich die SPD auch für einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung ein. Künftig müssten Weiter-bildungsangebote darauf ausgerichtet sei, die Beschäftigungsfähigkeit zu sichern. Das heißt für Siebels, sie müssen bereits greifen, bevor Menschen arbeitslos werden. Anschließend stellten sich Bürgermeister Brockmann und Wiard Siebels einer breiten Diskussion, bevor die Gäste es sich beim „Mahl der Arbeit“ schmecken ließen.

 

Das Foto von Karin Hanschmann zeigt von links: SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik, AfA-Sprecher Heinz Möller, Moderator Dietmar Teubert, SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Dörte Liebetruth, den Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Wiard Siebels, sowie Bürgermeister Lutz Brockmann.

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