Heinz Möller: Grundrente gegen Altersarmut muss kommen!

Verden/Landkreis. „Immer mehr Seniorinnen und Senioren sind auf Grundsicherung im Alter angewiesen. Dasselbe gilt für Menschen mit Erwerbsminderung. Dieser Entwicklung müssen wir stärker entgegenwirken“, findet der Verdener SPD-Sozialpolitiker Heinz Möller. „Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes weisen aus, dass die Zahl dieser Betroffenen bereits auf über eine Million angewachsen ist. Deshalb brauchen wir eine Grundrente“, fordert der Sprecher der sozialdemokratischen Arbeitsgemeischaft für Arbeitnehmerfragen im Landkreis Verden (AfA) Möller im Pressedienst der Kreis-SPD.

 

Die Statistiker hatten in der vergangenen Woche neue Daten vorgelegt, aus denen hervor geht, dass im Dezember 2018 gegenüber dem Vergleichsmonat im Jahr 2017 immerhin 1,9 Prozent mehr Erwerbsgeminderte und Rentner Grundsicherung bezogen. Die Zahl liegt damit bei 1,08 Millionen Menschen.

 

„Etwas mehr als die Hälfte davon, nämlich 52 Prozent, sind Rentner. 150 000 mehr als vor zehn Jahren.“ Es  wird bei der Altersarmut allerdings zusätzlich von einer großen zusätzlichen Dunkelziffer ausgegangen. „Auch in Gesprächen mit Wohlfahrtsorganisationen im Landkreis Verden wurde deutlich, dass viele Menschen sich aus Scham nicht zum Amt trauen oder Sorge haben, dass ihre Kinder herangezogen werden“, so Möller.

 

„Es hat deshalb einen guten Grund, dass die SPD dafür eintritt, eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung einzuführen. Wir wollen, dass wer jahrzehntelang in die Rentenversicherung eingezahlt hat, nicht zum Amt muss. Und dass er am Ende mehr hat als die Grundsicherung“, erläutert Sozialpolitiker Möller.

 

Nach dem SPD-Modell sollen kleine Renten per Zuschlag erhöht werden, automatisch berechnet durch die Rentenversicherung. Voraussetzung sind mindestens 35 Jahre Einzahlung in die Rentenkasse. Auch Teilzeit, Kindererziehungs- und Pflegezeiten zählen mit. „Generell soll gelten: Wer nach genau 35 Beitragsjahren weniger als 896 Euro Rente hat, bekommt einen Zuschlag. Beschäftigte, die immer nur Mindestlohn verdienten, sollen die maximale Aufwertung von 448 Euro erhalten“, berichtet AfA-Sprecher Möller.

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