Mitgliederboom beim Mieterverein Verden – Ehrennadeln für Petra Kollmann und Elke Zummach

Verden/Landkreis (hm). Mit positiven Zahlen wartete das Juristenteam des Mietervereines für den Landkreis Verden mit der Vorsitzenden Jette Rehling, Susanne Mindermann sowie Holger Stüven am Mittwochabend auf der Jahreshauptversammlung der Mieterschutzorganisation im Hotel Höltje auf. So stieg der Mitgliederbestand innerhalb eines Jahres von 1 200 auf nunmehr exakt 1302 Mitglieder an. Ein wahrer Mitgliederboom, freute sich Jette Rehling in ihrem Geschäftsbericht.

 

Begonnen wurde die Tagung jedoch mit der Ehrung verdienter Mitglieder. Dabei standen zwei Verdenerinnen im Blickpunkt. Mit der Goldenen Ehrennadel wurde Petra Kollmann für 40jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Die Silberne Ehrennadel des Deutschen Mieterbundes (DMB) für 25jährige Mitgliedschaft gab es für Elke Zummach. Außerdem überreichte Jette Rehling ihnen Ehrenurkunden und Präsentkörbe mit Leckereien aus der Region.

 

Insbesondere Beratungsgespräche standen an vorderster Stelle der täglichen Arbeit von Jette Rehling und Susanne Mindermann. Diese Rechtsberatungen fanden mit steigendem Zulauf und einer Ausdehnung der Sprechstunden in den Städten Verden, Achim und Syke statt. Dabei ging es meistens um Ungereimtheiten bei Betriebskostenabrechnungen, Mängel in den Mietwohnungen, um Kündigungsschutz und um die so genannten Eigenbedarfskündigungen.

 

Als ausgesprochen gut bezeichnete Rechtsanwältin Rehling die Kooperation mit den Landkreisen Verden und Diepholz bei der Betreuung von sozial schwächeren schutzsuchenden Mieterinnen und Mietern. Auch die vielen Telefonsprechstunden wurden sehr gut angenommen. Dadurch sei die Mieterorganisation an allen Werktagen in der Woche für Ratsuchende erreichbar, betonte Jette Rehling. Nur die neue Rechtsschutzversicherung könnte wegen der günstigen Konditionen bei den Mitgliedern noch größeren Anklang finden, ergänzte Rechtsanwalt Holger Stüven.

 

Der Mitgliederboom beim Mieterverein führt demnächst zu organisatorischen Veränderungen, da die bisherigen Räumlichkeiten am Anita-Augspurg-Platz 1 in Verden den Ansprüchen eines modernen Dienstleisters nicht mehr gerecht werden, informierte Rehling. Die neue Geschäftsstelle soll sich künftig mit größeren Räumen in Verden, Obere Straße 20, befinden. Hierüber wird zu gegebener Zeit informiert werden.

 

Weiter forderte Jette Rehling seitens des Deutschen Mieterbundes angesichts der Notlage auf dem Wohnungsmarkt von der Bundesregierung einen Masterplan für den Miet- und Szialwohnungsbau und für neues Bauland. Außerdem begrüßte Rehling die Vorschläge der scheidenden Bundesjustizministerin Katarina Barley für ein neues Mieterschutzgesetz, mit dem die Vorschriften rund um die Mietpreisbremse und Mietpreisüberhöhungen sinnvoll nachgebessert werden sollen.

 

Monika Wille (Achim) konnte auf eine respektable Kassenlage und hinreichend Rücklagen verweisen. Eine Beitragserhöhung sei daher auch in diesem Jahr nicht erforderlich, was natürlich die Mitglieder erfreute. Den Revisionsbericht legte Heinz Möller vor. Auf dessen Antrag wurde dem Vorstand für seine ausgezeichnete Arbeit einstimmig Entlastung erteilt.

 

Zum Ausklang verwies Jette Rehling darauf, dass es den Deutschen Mieterbund nunmehr bereits seit 100 Jahren gibt. „Mieterschutz, das heißt damals wie heute der Schutz vor grundlosen Kündigungen und willkürlichen Mieterhöhungen. Dies ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält, denn Mieterschutz stellt sicher, dass das Wohnen zur Miete kein Wohnen zweiter Klasse ist“. Aufgabe des Mieterbundes sei es auch künftig, Angriffe marktliberaler Kreise auf den Mieterschutz abzuwehren und das soziale Mietrecht fortzuentwickeln. Mieterschutz steht auch im 100jährigen Jubiläumsjahr ganz oben auf der Agenda, so Jette Rehling abschließend.

 

Das Foto zeigt den Vorstand des Mietervereines für den Landkreis Verden und umzu im Jubiläumsjahr 2019 von links: Rechtsanwältin Susanne Mindermann, Medienbeauftragter Heinz Möller, Vorsitzende Jette Rehling, Revisor Dietmar Teubert, Finanzverantwortliche Monika Wille und Rechtsanwalt Holger Stüven.

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